Schecks zur Förderung von Entwicklungshilfeprojekten durch die Stadt Aalen übergeben

Am 21. April 2004 entschied der Verwaltungs- und Finanzausschuss der Stadt Aalen Entwicklungshilfeprojekte von sieben Kirchen, Vereinen und anderen Institutionen zu unterstützen.

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Im Rahmen eines Pressegespräches wurden die Schecks in Höhe von insgesamt 11 700 Euro heute von Oberbürgermeister Ulrich Pfeifle an die Vertreter der Kirchen, der Vereine und Institutionen übergeben.

Bereits seit Anfang der 90er Jahre leistet die Stadt Aalen kommunale Entwicklungshilfe und fördert einzelne Projekte. In den Jahren 1999 bis 2003 wurden rund 65 000 Euro für Projekte zur Verfügung gestellt.

In diesem Jahr werden folgende Kirchen, Vereine und Institutionen sowie deren Projekte unterstützt:

$(text:b:Freundeskreis Uganda
Waisenkinderprojekt im Rahmen der Aidshilfe, Uganda)$

Der Freundeskreis Uganda bittet um finanzielle Unterstützung der Missionsstation „Bumangi“ in Uganda. Zur Missionsstation gehört eine kleine Krankenstation, in der Kinder eine erste Behandlung erfahren. Die Krankenstation soll ausgebaut werden und die Förderung soll zur Anschaffung von Betten, Bettzeug, Grundnahrungsmitteln und Medikamente dienen. Es ist vorgesehen, die Betten in einer heimischen Schreinerei in Masaka anfertigen zu lassen, um dadurch auch Arbeitsplätze zu schaffen.

Zuschuss in Höhe von 2 000 Euro.


$(text:b:Evangelisch-methodistische Kirche Aalen
Unterstützung des Kinderzentrums in Belém, Brasilien)$

Die Evangelisch-methodistische Kirche in Aalen beantragt für ein von ihr betreutes Kinderzentrum in Belém, Brasilien, eine Förderung. Ziel des Kinderzentrums ist es, den Kindern in Belém einen Ort zu geben, wo sie begleitet und insbesondere im schulischem Bereich unterstützt werden, damit sie eine Chance im Leben haben.

Zuschuss in Höhe von 2 000 Euro.


$(text:b:Katholische Kirchengemeinde Herz Jesu, Fachsenfeld
Bezuschussung eines Schulprojektes in Argentinien)$

Die Katholische Kirchengemeinde Herz Jesu in Fachsenfeld ist seit 1987 mit der Gemeinde Espiritu Santo in Santiago del Estero im Nordwesten Argentiniens partnerschaftlich verbunden. Mehrere Jugendliche aus dieser Gemeinde waren bereits dort, um Friedensdienst zu leisten. Die Kirchengemeinde unterstützt eine Reihe von Projekten, unter anderem den Bau eines Kindergartens.

Die Pfarrgemeinde Espiritu Santo zählt 35 000 Einwohner und liegt in einem Armenviertel der ohnehin wirtschaftlich benachteiligten Stadt und Provinz Santiago del Estero. Die Kinder haben lange Wege zu den wenigen Schulen, die zudem nicht alle aufnehmen können. Außerdem ist nach dem Bericht der Katholischen Kirchengemeinde Herz Jesu der Unterricht an einer der staatlichen Schulen in diesem Viertel sehr ineffektiv.

Die Kirchengemeinde plant deshalb ein Bildungszentrum mit Grund- und weiterführenden Schulen einschließlich Jugend- und Erwachsenenbildung. Der erste Bauabschnitt umfasst drei Klassenzimmer mit Nebenräumen. Die Kosten belaufen sich auf umgerechnet 128 000 Dollar. Durch Eigenleistung will die Partnergemeinde Espiritu Santo 40 Prozent aufbringen.

Die Katholische Kirchengemeinde Herz Jesu hat bereits durch verschiedenste Aktionen 10 000 Euro gesammelt. Die Kirchengemeinde bittet die Stadt, das Bildungszentrum mit einem finanziellen Beitrag zu unterstützen.

Zuschuss in Höhe von 2 000 Euro.


$(text:b:II. Evangelisches Pfarramt an der Stadtkirche
Kinder- und Jugendprojekte in Sao Paolo, Brasilien)$

Die Evangelischen Kirchengemeinden Wasseralfingen und Aalen haben mit zwei Projekten in Sao Paolo neue Herausforderungen angenommen.

Es handelt sich zum einen um ein Betreuungszentrum in der Region Interlago/Sao Paulo, das 200 Kindern und Jugendlichen eine optimale Versorgung mit Bildung, Nahrung und medizinischen Maßnahmen gewährleisten soll. Die Anschubfinanzierung beläuft sich auf 15 600 Euro.

Zum anderen haben die Kirchengemeinden im vergangenen Jahr in Embu/Sao Paolo begonnen, eine Einrichtung mit 25 Heimplätzen zu schaffen, in denen Jugendliche nach Drogenentzug und Jahren auf der Straße eine Wiedereingliederung erfahren.

Hierfür benötigen die Evangelischen Kirchengemeinden 12 000 Euro und bitten die Stadt, die Projekte zu unterstützen.

Zuschuss in Höhe von 2 000 Euro.


$(text:b:Deutsches Rotes Kreuz, Kreisverband Aalen
Bau eines Wasserbrunnens in Loko,Togo)$

Der DRK-Kreisverband Aalen hat vor 15 Jahren in Togo, Dorf Loko, den Bau einer Basisgesundheitsstation finanziert. Der laufende Betrieb der Station wird durch eine geringe Eigenbeteiligung der Patienten finanziert. Größere Investitionen und Renovierungsarbeiten können durch die laufende Einnahmen aber nicht finanziert werden. Nachdem die ehrenamtliche Projektbeauftragte, Helga Groz, im November 2003 Togo und den Ort Loko letztmals besuchte, stellte sie unter anderem folgende Probleme fest:
Mangel an Trinkwasser für das Dorf und Zentrum. Die vor Jahren getätigte Bohrung gibt nur noch fünf Eimer Wasser am Tag ab.
Mangel an Medikamenten.

Fehlen eines geeigneten Raumes für Frauen nach der Entbindung.
Es soll nun mittels Instandsetzung des vorhandenen Brunnens oder der Bohrung eines neuen Brunnens das mangelhafte Trinkwassersystem erneuert werden. Nach einer ersten Kostenschätzung eines Technikers der togolesischen Wasserversorgungsbehörde muss für den Brunnen von einer Investitionssumme von 10 000 bis 13 000 Euro ausgegangen werden.

Zuschuss in Höhe von 2 000 Euro.


$(text:b:Fachhochschule Aalen, Akademisches Auslandsamt
Augenklinik in Lilongwe und Nkhoma, Malawi)$

Die Arbeitsgemeinschaft Augenoptik/Afrika-Malawi des gemeinnützigen Vereines der Fachhochschule Aalen „International Society Aalen e. V. (ISA)“ beantragt für die Augenklinik in Lilongwe und Nkhoma/Malawi neue Diamantenscheiben und Ersatzteile für die Schleifmaschine in der Werkstatt. Die Arbeitsgemeinschaft Augenoptik/Afrika-Malawi der ISA e. V. pflegt schon seit sechs Jahren Kontakt zu einer Augenklinik in Lilongwe und Nkhoma. Da die dortigen Möglichkeiten der Verglasung von Brillenfassungen sehr dürftig waren, entstand die Idee, in der benachbarten Mission – Station in Nkhoma eine augenoptische Werkstatt einzurichten. Mit Hilfe der augenoptischen Industrie und der Fachhochschule Aalen konnte im Sommer 1998 die Werkstatt in Nkhoma mit Maschinen und Geräten ausgestattet werden. 13 Studenten arbeiteten in den letzten sechs Jahren im Rahmen ihres praktischen Studiensemesters jeweils drei Monate in Malawi. Die Aufgaben bestanden in der Ausbildung der Mitarbeiter und in der Wartung der Einrichtung. Im letzten Jahr konnte mit Hilfe eines Zuschusses der Stadt für die Werkstatt eine neue Schleifmaschine nach Nkhoma geliefert werden. In diesem Jahr müssen für die anderen Schleifmaschinen in der Werkstatt neue Diamantscheiben und Ersatzteile beschafft werden.

Die Beschaffungskosten belaufen sich auf 1 500 Euro. Die Finanzierung ist erst mit 400 Euro gesichert.

Laut Akademisches Auslandsamtes der Fachhochschule Aalen sind die Anschaffungen für den weiteren Bestand der Werkstatt dringend notwendig.

Zuschuss in Höhe von 700 Euro.


$(text:b:Katholisches Pfarramt Salvator
Armenspeisung für Kinder in Argentinien)$

Das Katholische Pfarramt Salvator beantragt für eine Armenspeisung in Argentinien, vor allem Kinder (mehrere 100 am Tag), einen Zuschuss zu gewähren. Der aus Aalen stammende Pfarrer Günter Freybler arbeitet seit Jahren als Gemeindepfarrer in Argentinien und hat dort die Armenspeisung aufgebaut. Vor kurzem wurde er vom dortigen Bischof in eine noch ärmere Pfarrei versetzt und wird dort nun versuchen, das Gleiche aufzubauen. Das Katholische Pfarramt Salvator berichtet, dass die Gemeinde seit vielen Jahren regelmäßigen Kontakt mit Günter Freybler pflege.

Zuschuss in Höhe von 1 000 Euro.
© Stadt Aalen, 30.04.2004