Scheckübergabe an lokale Eine-Welt-Projekte 2010

Schecks im Gesamtwert von 11.700 Euro hat Oberbürgermeister Martin Gerlach heute an Vertreter lokaler Eine-Welt-Projekte überreicht. Damit setzt die Stadt Aalen seit fast drei Jahrzehnten ein Zeichen des Mitgefühls und der Solidarität.

„Ich bin dankbar, dass Sie gute Botschafter der Stadt Aalen in aller Welt sind“ betonte das Stadtoberhaupt. „Mit diesem Geld wird viel Gutes bewirkt.“ Ziel der Förderung sei es auch, eine Vernetzung der lokalen Eine-Welt-Projekte zu ermöglichen und auf das positive Wirken der Initiativen hinzuweisen. Im Oktober 2011 werden sich die Gruppen, die in diesem und im letzten Jahr einen Zuschuss erhalten haben, in einer gemeinsamen Ausstellung im Rathausfoyer präsentieren können.

Der Gemeinderat hatte wie seit vielen Jahren, trotz der angespannten Haushaltslage den Betrag von 11.700 Euro ungekürzt zur Verfügung gestellt. Von 17 eingereichten Anträgen werden acht mit Beträgen von bis zu 2.000 Euro gefördert. Es sind dies:

$(list:ul:Das Projekt „amparo maternal“ der Evangelischen Kirchengemeinde Wasseralfingen. Seit Jahren unterstützt die Kirchengemeinde dieses Entbindungsheim des Franziskanerordens in der Mitte von Sao Paolo. Ein Waisenhaus schließt sich an, in dem die Kinder aufwachsen, die von Müttern dort zurückgelassen werden. Vor einigen Jahren wurde das Projekt um einen weiteren Baustein, ein Jugendheim erweitert.~Das Übergangswaisenhaus im Masaka, Uganda wird vom Freundeskreis Uganda seit mehr als zehn Jahren unterstützt. In der Diözese leben über 40.000 Aidswaisen. In dem Übergangsheim werden bis zu 90 Mädchen für zwei bis drei Jahre aufgenommen. Sie besuchen die Schule und werden in lebenspraktischen Fertigkeiten ausgebildet wie Viehhaltung, Gartenbau, Nähen und Kochen.~Die Katholische Kirchengemeinde St. Maria pflegt seit vielen Jahren intensiven Kontakt zur Partnergemeinde Mt. Ayliff in Südafrika. Seit acht Jahren unterstützt sie das Aids-Projekt „Sinosizo“ (Wir helfen!) Aids- und Tuberkulosekranke werden in der häuslichen Pflege unterstützt und beraten, Kranke versorgt, Schwangere werden betreut und Nahrung, Kleidung und Bücher zur Verfügung gestellt.~Die katholische Kirchengemeinde St. Stephanus Wasseralfingen unterstützt eine Schule in den Slums von Ndola in Sambia.Dort werden mehr als 600 Kinder unterrichtet und ernährt.~Der Verein neurochirurgische Hilfe Indien e.V. mit Sitz in Aalen hat 60 Mitglieder. Er ermöglicht ärmeren Bevölkerungskreisen in Puna medizinische Behandlungen, da es in Indien keine Krankenversicherung gibt. Der Verein unterstützt das örtliche Krankenhaus mit dem Ärzteteam um Dr. Jaydev Panchawagh, der viele Operationen ohne Honorar durchführt.~Der Aalener Verein Agape Mission interstützt die Agape Missions Simbabwe unter Leitung von Lucky Moyo. Jugendliche werden im Schreinerhandwerk oder einem Metallberuf ausgebildet. Praktische Arbeit in einer mobilen Werkstatt und Beratungsangebote, Berufsinformationstage, Vorträge und Diskussionsveranstaltungen sollen den Schülern die Berufsfindung erleichtern.~Die Aalener Stadträtin Petra Pachner setzt sich seit vielen Jahren mit ihrer Familie für ein Waisenhaus in Nepal ein, das von „Children`s future organisation“ getragen wird. Nun muss die Organisation CFO eine neue Bleibe suchen, da das angemietete Haus zum Verkauf steht. Ein Erwerb ist aufgrund der astronomischen Grundstückspreise in der Hauptstadt Katmandu nicht möglich. Deshalb will die Organisation in einer anderen Region ein Kinderdorf errichten.~Die Aalener Studentin Anna von Berg macht ab Sommer ein einjähriges Volontariat im „Haus der Hoffnung“ der Salesianerschwestern in Cotonon, der größten Stadt in Benin. Sie unterrichtet und betreut dort Kinder. Das Projekt gibt es seit mehr als 20 Jahren. Die Volontäre sind bemüht, ihre Arbeit selbst zu finanzieren.)$
© Stadt Aalen, 14.07.2010