Schumann und Chopin zum 200. Geburtstag

Das Jahr 1810 war für die Musikwelt ein Jahr von ganz besonderer Bedeutung: Am 1. März wird Frederic Chopin in der Nähe von Warschau geboren und am 8. Juni erblickt im sächsischen Zwickau Robert Schumann das Licht der Welt.

Dies ist Grund genug für den Wasseralfinger Pianisten, Hans Roman Kitterer, die beiden Komponisten am Sonntag, 25. Juli 2010 um 19 Uhr, würdigen und hochleben zu lassen. Gemeinsam mit dem Kammerorchester Sinfonietta Oberkochen, gestaltet er einen Konzertabend, der den Ohren schmeichelt und gleichzeitig die sehr unterschiedliche Tonsprache der beiden romantischen Komponisten herausstellt. Zwei Werke für Klavier und Orchester stehen im Mittelpunkt.

Das weltberühmte Klavierkonzert von Schumann ist in seinem schwelgerischen Charakter und seiner lebensbejahenden Frische sicherlich Ausdruck der tiefen Liebe zu seiner Braut Clara Wieck und zeigt gleichzeitig den Einfluss dieser jungen Frau auf die endgültige Form des Kunstwerks: Ein ursprünglich einzelner phantasievoller Satz musste auf Drängen der Pianistin Clara zu einem dreisätzigen, virtuosen und publikumswirksamen Werk erweitert werden. Chopin hingegen musste nur komponieren, wie er es immer tat: Mit seiner hochvirtuosen und doch auch wieder lyrisch-charmanten Schreibweise konnte er sich der Geneigtheit des vor allem weiblichen Publikums sicher sein. Das romantische Konzert hat mit dem Veranstaltungsort „Schloss Fachsenfeld“ die passende Kulisse gefunden und weist zugleich geschichtlich interessante Bezüge auf: 1812/13, kurz nach der Geburt der beiden genialen Musiker, kehrte einer der wenigen ca. 300 überlebenden Württemberger vom gescheiterten Russlandfeldzug Napoleons zurück. Er baute sich später sein Traumschloss in Fachsenfeld ganz im Geiste der Romantik, so, wie wir es heute sehen: Freiherr von König.

Karten sind im Vorverkauf erhältlich beim Touristik-Service Aalen, Telefon: 07361 52-2359.
© Stadt Aalen, 14.07.2010