"Gefährliches Pflaster" - Kriminalität im Römischen Reich

Fr, 02. März 2012 bis
So, 30. September 2012
Veranstaltungsort
Limesmuseum
St.-Johann-Straße 5 73430 Aalen
Tel: 07361 528287-0 Fax: 07361 528287-10
E-Mail: limesmuseum@aalen.de

Veranstalter
Limesmuseum
St.-Johann-Straße 5 73430 Aalen
Tel: 07361 528287-0 Fax: 07361 528287-10 E-Mail: limesmuseum@aalen.de

Mord und Totschlag, Raub und Betrug – in römischer Zeit mussten sich die Menschen vor einer Vielzahl krimineller Machenschaften in Acht nehmen. Die Sonderausstellung im Limesmuseum Aalen führt auf die Spur des antiken Verbrechens. Mit welchen Delikten hatte man zu kämpfen, wie schützte man sich und sein Eigentum, und wie ging der römische Staat gegen die Übeltäter vor?

Die Ausstellung zeigt erstmals die Vielfalt archäologischer Zeugnisse und antiker Textquellen zu Verbrechen, Strafverfolgung und Rechtsprechung im Römischen Reich. Zu sehen sind Handschellen und Ketten, Belege für Mordopfer und Hingerichtete oder Papyri aus dem römischen Ägypten. Schlüssel, Fenstergitter und kunstvolle Darstellungen mythologischer Wächter zeugen vom Sicherheitsbedürfnis der Menschen.
Die lebendig präsentierten Ausstellungsstücke werden ergänzt durch interaktive Stationen, die ein Fenster in eine Welt voller krimineller Umtriebe öffnen.
Was ist eigentlich Recht und was ist Unrecht? Was für uns heute selbstverständlich ist, war in römischer Zeit oft völlig anders. In einer Gesellschaft ohne Polizei war man häufig auf sich allein gestellt. Nicht selten verfluchten hilflose Opfer die Täter mit okkulten Praktiken und versuchten so, sich Gerechtigkeit zu verschaffen. Verlor ein Krimineller das Katz-und-Maus-Spiel mit seinen Verfolgern, verhängte der römische Staat oft grausame Strafen – nicht selten zur Unterhaltung schaulustiger Massen.
Zur Ausstellung erscheint ein reich bebilderter Begleitband. 29 Beiträge zeichnen nicht nur ein umfassendes Bild der Kriminalität im Römischen Reich – Vergleiche mit der heutigen Justiz und Polizeiarbeit führen den zeitlos aktuellen Bezug des Themas vor Augen.
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 10 bis 17 Uhr sowie an Feiertagen
Kostenlose Führung jeden ersten Sonntag im Monat um 14.30 Uhr
Führungen und Mitmachangebote
Kriminell gut – im Begleitprogramm zur Ausstellung nehmen Kinder und Erwachsene das antike Verbrechen selbst unter die Lupe.
| Führungen |
auf „Gefährlichem Pflaster“ auf Anfrage |
halbe Stunde 20 Euro (Wochenende 25 Euro) |
1 Stunde 35 Euro (Wochenende 45 Euro) |
| Der kriminelle Sonntag |
Jeden 1. Sonntag im Monat wird zusätzlich zur traditionellen Sonntagsführung eine Spurensuche mit kleiner Aktion zur Kriminalität stattfinden. |
Kostenbeitrag 2 Euro plus Eintritt |
| Projektangebote für Schulklassen und Gruppen |
1. Wenn das Geld nicht reicht – ein Falschmünzer packt aus
Original römische Falschmünzen können bestaunt werden und parallel dazu die Herstellung von Falschgeld selbst erprobt werden. Die Unterschiede antiker zu modernen Münzen werden dabei ebenfalls unter die Lupe genommen. |
2. Abwehrzauber durch Ungeheuer – Schreck lass nach
Das schlangenbewehrte Haupt der Medusa galt bei den Römern als unheilabwehrendes Symbol, das man sogar auf militärischer Ausrüstung anbrachte. Es wird bei dieser Aktion in eine Form gegossen und fantasievoll bemalt. In der Ausstellung lassen sich dazu weitere Beispiele finden. |
3. Wenn nichts mehr geht – Fluchtäfelchen
Oft konnte sich ein Römer nicht darauf verlassen, dass Polizei oder Gericht ihm zu seinem Recht verhalfen. Noch schlimmer war es, wenn private Probleme scheinbar nicht zu lösen waren. Dann hilft nur noch, die Hilfe der Götter anzuflehen oder sich abergläubischen Riten anzuvertrauen. Ein Wunsch wird auf ein Kupferblech geprägt. |
4. Die Botschaft muss sicher sein oder geheime Nachrichten in römischer Zeit. Auch auf Papyrus lassen sich wichtige Mitteilungen versenden. Absender und Adressat brauchen dazu nur einen „Stab“ und beschriebene Papyrusstreifen. |
Kosten für ein Projekt (Führung + Aktionsteil + Film + Verkleidung)
95 Euro zuzüglich Eintritt pro Person (Material inklusive) |
| Feriennachmittage für Familien |
Am 12. April und 31. Mai wird es einen kriminellen Nachmittag (14.00 – 16.30 Uhr) geben, der sich mit verschiedensten verbrecherischen Machenschaften beschäftigt. |
Anmeldung im Museum erbeten (Tel. 07361/528287-0), Kosten: Eintritt plus Materialgebühr pro Teilnehmer |
| Ferienprogramm |
auch beim großen Sommerferienprogramm am 5. und 6. September jeweils von 14 bis 16.30 Uhr werden Aktionen zur Ausstellung angeboten und vieles mehr. |
Kostenpauschale für alle angebotenen Aktionen inklusive Eintritt je Nachmittag 4 Euro |
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