Literatur-Treff im April: Friedrich Christian Delius

Am Nikolaustag 1968 hört ein Berliner Literaturstudent im Radio, dass der Nazi-Richter Rehse endgültig freigesprochen wurde. Für den Studenten eine unfassbare Nachricht.

Es ist dieser Freispruch, der in Friedrich Christian Delius' spannendem Dokumentarroman über den Fall Groscurth einen braven Studenten so aufwühlt, dass er beschließt, die Gerechtigkeit wiederherzustellen. Der diesjährige Preisträger des Schubart-Literaturpreises versteht es jenseits der Klischees und Erwartungen an diese Zeit, ein eindrückliches Porträt der Handelnden zu erschaffen.

Im Literatur-Treff am Dienstag, 3. April 2007 um 17 Uhr, und ein weiteres Mal am Donnerstag, 5. April um 10 Uhr wird Dipl.-Bibl. Andrea Effinger im 1. OG der Stadtbibliothek einen Generationenroman vorstellen, der autobiographische Fiktion und lebendige Zeitgeschichte verknüpft. Geschichte und Geschichten der dreißiger, vierziger, fünfziger und sechziger Jahre verbindet der Autor zu einer kunstvoll verschachtelten, aber nie unübersichtlichen Romankonstruktion.

Der Eintritt zu diesen Veranstaltungen ist wie immer frei.