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Antakya
Von Antiochia zu Antakya - Geschichte der Stadt
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Von Antiochia zu Antakya - Geschichte der Stadt

Antiochia, heute Antakya, ist Hauptort der türkischen Provinz von Hatay und liegt im Oronte-Tal, an den Hängen des 509 m hohen Berges Silpio, 25 km vom Mittelmeer entfernt und 80 Meter über dem Meeresspiegel. Einst wurde es " Königin des Orients" genannt, denn die Stadt war reich an Kultur, an großen Denkmälern und schönen Kunstwerken.
Dank der günstigen Lage wurde daraus eine Handelsstadt mit regem Verkehr: ganze Karawanen zogen zum Hafen von Seleukia (heute Samandag) hin und her, der durch den Fluss Orontes mit der Stadt verbunden war; dieser Fluss hieß auf Arabisch "der Rebell", da er aufgrund seines gewundenen Verlaufs Strudel und Wirbel verursachte.
Die erste menschliche Ansiedlung mit dem Namen Antigonia, geht auf das Jahr 303 v. Chr. zurück und lag nördlich der heutigen Stadt; sie dauerte aber nicht lange. Den entscheidenden Anstoß für die alte Ansiedlung gab Seleucus I. Nicator, ein Ex-General Alexanders des Großen. Mit Hilfe des genialen Architekten Xenarius machte er aus der Stadt, die er in Erinnerung an seinen Vater Antiochus Antiochia nannte, ein echtes Modell hellenistischer Urbanisierung: gebaut in Schachbrettform, mit geraden Wegen, gesäumt mit Säulengängen und später verschönert von verschiedenen Seleukiden-Königen, die auf einer heute verschwundenen Insel des Flusses ihren Palast hatten, der später Sitz der römischen Gouverneure wurde.
Der Historiker Strabone nannte die Stadt Tetrapolis (Vier-Stadt) aufgrund der nacheinander gebauten Stadtviertel, die alle mit einer eigenen Mauer umgeben waren, dann aber nochmals von einer gemeinsamen Mauer umschlossen wurden, begonnen von Antiochus IV. und später erweitert von Justinian. Sie hat einen Umfang von 30 km.
Als 64 n. Chr. Pompeius Syrien zur römischen Provinz erklärte, wurde Antiochia zur Hauptstadt, die nach und nach Beziehungen aufnahm zu allen umliegenden Regionen. Der weite Mauerring und reichlich fließendes Wasser gestatteten eine ständige Ausdehnung und Verschönerung. Nach Auskunft der Historiker zählte Antiochia bis zu 300.000 Einwohner (plus 200.000 Sklaven). Eine Prachtstraße mit doppelten Bogengängen, gesäumt von Villen, reich an Mosaiken, durchquerte die Stadt..
Antiochia behielt Ansehen und Bedeutung bis zur arabischen Invasion im 7. Jahrhundert. Sein Niedergang wurde beschleunigt durch ein Erdbeben im Jahr 526, das 200.000 Opfer forderte.
Im 10. Jahrhundert eroberte es erneut Kaiser Nikeforus Foca, aber ein Jahrhundert später ging es wieder verloren. 1098 wurde die Stadt von den Kreuzfahrern eingenommen und blieb für 170 Jahre in den Händen der Christen, bis sie ihnen 1268 wieder entrissen wurde vom Sultan Bairbas, der zerstörte, was von einem erneuten Erdbeben noch übriggeblieben war.
Seit 1939 ist Antiochia eine Provinz der Türkei. Vom einstigen Glanz zeugen nur noch die bedeutenden Reste, die im archäologischen Museum aufbewahrt werden, darunter vor allem herrliche Mosaiken.

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