Sprachkurs für Frauen an der Hofackerschule

An der Hofackerschule Aalen wird in Zusammenarbeit mit dem DRK und dem Integrationsbeauftragten der Stadt Aalen, Michael Felgenhauer, ein Sprachkurs für Frauen mit Migrationshintergrund angeboten. Die 17 Teilnehmerinnen stammen aus acht verschiedenen Nationen.

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Stadträtin Ute Hommel ist Lehrerin an der Hofackerschule, einer einzügigen Außenstelle der Greutschule in der Innenstadt. Sie hat den Kurs organisiert und die Frauen zur Teilnahme animiert. „Für mich ist Integration eines der Zukunftsthemen. Es ist sehr wichtig, dass Mütter ihre Hemmschwelle überschreiten, Aalen als ihre Heimat annehmen und Deutsch lernen. Dies ist eine sehr wichtige Basis für das gemeinsame Miteinander und die Entwicklungschancen ihrer Kinder.“

Ein solches Angebot sei nur dann erfolgreich, wenn parallel eine Kinderbetreuung angeboten werde. Durch verschiedene Sponsoren konnte dies realisiert werden: eine ehemalige Schülerin betreut die Kinder im Schulgebäude, während die Mütter nebenan gemeinsam ihre Deutsch-Kenntnisse aufbessern. Für schulpflichtige Kinder gibt es eine Hausaufgabenbetreuung.

Der Kurs wurde vom Bundesamt für Integration und dem DRK konzipiert. Er hat eine niedrige Schwelle und richtet sich an Migrantinnen, deren Kinder die Hofackerschule besuchen oder bald eingeschult werden. Es werden vorwiegend Kenntnisse des Alltags vermittelt, wie Familie, Schulsystem oder Ernährung. Die Dozentin stammt selbst aus Polen und kennt die Probleme der Integration. Es sind auch Spaziergänge, der Besuch eines Cafés sowie das Kennenlernen von Sitten und Gebräuchen, Festen und Feiertagen vorgesehen. Außerdem sollen die Teilnehmerinnen animiert werden, sich im Anschluss weiterzuqualifizieren. Es wird angestrebt, als Fortsetzung des Kurses ein gemeinsames Frauencafé mit deutschen Müttern einzurichten, damit die neu erworbenen Sprachkenntnisse aktiv angewendet werden können.
© Stadt Aalen, 30.06.2009
Die Kinder fühlen sich wohl, während die Mütter die Schulbank drücken

Sehr erfolgreiches Projekt

Sabine Nemesch, beim DRK für Jugendsozialarbeit und Integration zuständig, betont, dass man bei keinem vergleichbaren Projekt so großen Zulauf und positive Resonanz habe. „Dies hängt damit zusammen, dass es eine kleine Schule mitten in der Stadt ist. Die Teilnehmerinnen wohnen in unmittelbarer Nähe, kennen sich teilweise bereits und motivieren sich gegenseitig.“ Der Unterricht findet an zwei Nachmittagen in der Woche jeweils 1,5 Stunden statt. Insgesamt sind bis Ende Oktober 100 Unterrichtseinheiten vorgesehen. Interessierte können sich mit dem Integrationsbeauftragten der Stadt Aalen, Michael Felgenhauer unter Telefon 07361 52-1029 in Verbindung setzen.