Spurensuche – Jenny Erpenbeck und Schubart

Den Abschluss des Rahmenprogrammes zur diesjährigen Schubart-Literaturpreisverleihung macht ein Teil des neuen Ensembles des Theaters der Stadt Aalen unter der Leitung von Tina Brüggemann am Sonntag, 14. April um 20 Uhr in der Aalener Rathausgalerie.

Gemeinsam mit dem Komponisten und Opernregisseur Bernd Schmitt haben sie sich auf Spurensuche nach thematischen und ästhetischen Gemeinsamkeiten und Gegensätzen im Werk Christian Friedrich Daniel Schubarts und der diesjährigen Schubart- Literaturpreisträgerin Jenny Erpenbeck gemacht.

Gleich mehrfach stirbt sie den „Tod einer Armen“, die Protagonistin in Jenny Erpenbecks „Aller Tage Abend“. Im Konjunktiv beschreibt die Preisträgerin fünf verschiedene denkbare Lebensverläufe einer jüdischen Frau, die Anfang des 20. Jahrhunderts die Entwicklung der Moderne aus sehr untergeordneter Perspektive erlebt und erleidet. Freiheit ist ein ferner Luxus, Unterdrückung, Ausgrenzung, Todesangst allgegenwärtig. Und doch bietet die Poesie einen Ausweg. Man darf gespannt sein, welche Parallelen zu Schubarts Werk Tina Brüggemann und ihr Team herausarbeiten werden.

Die Veranstaltung wurde vom Haus der Stadtgeschichte in die Räume der Rathausgalerie Aalen, Marktplatz 30, verlegt.
Karten sind im Vorverkauf erhältlich beim Touristik-Service Aalen, Telefon: 07361 52-2359.
© Stadt Aalen, 26.03.2013