Stabwechsel beim Deutschen Speläotherapie-Verband

Der Deutsche Speläotherapie-Verband hielt am Wochenende seine Mitgliederversammlung in Saalfeld – Thüringen ab.

(© )
Die elf Mitgliedergemeinden aus den alten und neuen Bundesländern hatten dabei auch einen neuen Präsidenten zu wählen. Der Gründer des Verbandes und frühere Oberbürgermeister, Ulrich Pfeifle, wollte nach 16-jähriger Tätigkeit das Amt in jüngere Hände legen. Auf seinen Vorschlag wurde einstimmig sein Amtsnachfolger, Oberbürgermeister Martin Gerlach, zum neuen Präsidenten des Verbandes gewählt.

Pfeifle zog anlässlich seines Ausscheidens eine positive Bilanz der vergangenen 16 Jahre. Das Hauptanliegen des Verbandes, der Unter-Tage-Therapie bei Medizinern und Krankenkassen Anerkennung zu verschaffen, sei zu einem Großteil erreicht worden. Der Verband habe für alle Höhlen und Bergwerke, in denen Asthmatherapie stattfinde, klare Qualitätsstandards geschaffen. Regelmäßige Luftmessungen bei allen Verbandsmitgliedern garantierten hohe Qualität Unter Tage. Ein besonderer Durchbruch sei dem Verband mit der Aufnahme in die Richtlinie des Heilbäderverbandes und mit der Aufnahme in verschiedene Kurorte Gesetze der Länder gelungen. Am Wichtigesten sei jedoch die erfolgreiche Medizinstudie mit Kindern gewesen.

Derzeit würden Bemühungen laufen, die Speläotherapie auch in den Heilmittelrichtlinien auf Bundesebene zu verankern.
© Stadt Aalen, 08.05.2006
OB Martin Gerlach, Wolfgang Kern, Vizepräsident des Deutschen Speläotherapie- Verbandes und OB a.D. Ulrich Pfeifle
Insgesamt, so der scheidende Präsident, sei er fest von einer guten Zukunft der Speläotherapie überzeugt. Der neue Präsident, Oberbürgermeister Martin Gerlach versprach, die Arbeit seines Vorgängers kontinuierlich fortzusetzen. Er hoffe, dass es in seiner Amtsperiode gelinge, in allen betroffenen Bundesländern die Kurortegesetze zu ändern. In die Verhandlungen mit der Bundes-AOK Veränderung der Heilmittelrichtlinien seien weiter zu forcieren. Am Abschluss der Tagung stand der Dank von Vizepräsident Wolfgang Kern aus Ennepetal an Ulrich Pfeifle. Er bezeichnete den scheidenden Präsident als einen Visionär, dem der Verband nicht nur seine Existenz, sondern auch spektakuläre Erfolge zu verdanken haben. Aus Aalen nahmen an der Verbandsversammlung auch Kurärztin Dr. Helene Weber, Dr. Walter Kupferschmid sowie Karl Troßbach teil. Karl Troßbach bleibt auch in Zukunft Geschäftsführer des Verbandes.