Stadtentwicklungs- und Grünkonzept der Stadt Aalen von Minister Hermann ausgezeichnet

Unter dem schon für die Landesgartenschaubewerbung 2015–25 verwendeten Motto „Grünes Netz Stadtnatur–potenziaal“ hat die Stadt Aalen dieses Jahr erfolgreich am landesweiten Wettbewerb „Mittendrin ist Leben“ teilgenommen . In der Kategorie „Integrierte Grünkonzepte der Stadtentwicklung“ erhielt sie eine von insgesamt sechs Auszeichnungen. Aus der Hand von Minister Winfried Hermann nahm die Erste Bürgermeisterin Jutta Heim-Wenzler gestern (Dienstag, 29. Oktober) die Urkunde entgegen.

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Mit der Initiative MITTENDRIN IST LEBEN will das Ministerium für Verkehr und Infrastruktur Baden-Württemberg gute Praxisbeispiele landesweit bekannt machen und den Erfahrungsaustausch zwischen den Akteuren befördern. Im Jahr 2013 liegt der Schwerpunkt der Initiative auf dem Einsatz von GRÜN im Siedlungsbestand.

Dafür wurden beispielgebende und nachhaltige Projekte,
Maßnahmen und Konzepte gesucht, die zur Stärkung der Lebensqualität in Städten beitragen. Dazu gehören insbesondere gut vernetzte und gestaltete innerstädtische Grünflächen. 60 Kommunen hatten sich mit mehr als 100 innovativen Beiträgen an dem Wettbewerb beteiligt.
In der Kategorie „Integrierte Grünkonzepte der Stadtentwicklung“ wurde neben fünf weiteren Beiträgen aus Backnang, Bad Saulgau, Karlsruhe, Pfullingen und Ulm die für die Landesgartenschaubewerbung 2015-25 entwickelte Aalener Grünkonzeption „Grünes Netz Stadtnatur–potenziaal“ als landesweit beispielhaft ausgewählt. Die Konzeption baut auf langfristigen Zielen der Stadt auf, die im Landschaftsplan und in zahlreichen Planungen der Stadtentwicklung und Innenstadtsanierung verankert sind. Das Grünvernetzungskonzept wurde 2009 von Gemeinderat als Basis für die künftige Entwicklung Aalens beschlossen.

Bei der Auszeichnungsveranstaltung des Ministeriums für Verkehr und Infrastruktur in Stuttgart führte Minister Hermann aus: „Die Stadt Aalen liegt landschaftlich schön auf der Ostalb am Flusslauf des Kochers. Die in der Stadt vorhandenen Grünflächen sind jedoch bislang über das Stadtgefüge verstreut. Renaturierungsmaßnahmen von Wasserläufen, die Erneuerung von Grünflächen und ihre Vernetzung untereinander sowie mit der Umgebung über Fuß- und Radwege sind Zielsetzungen eines langfristig angelegten Landschaftsplans, der seit 1988 kontinuierlich umgesetzt wird. Das modulare Konzept ist flexibel und anpassungsfähig. Die Natur wird in der Stadt wieder erlebbar gemacht. Eine einfache und vorbildliche Maßnahme, die nachahmenswert ist.“
© Stadt Aalen, 30.10.2013
Ein Projektelement des Aalener Wettbewerbsbeitrags ist die künftige Entwicklung im Stadtoval. Ein neues innerstädtisches Quartier in der Mitte der Stadt soll neue Wohn- und Arbeitsmöglichkeiten bieten. Eine grüne Quartiersmitte sorgt für eine hohe Aufenthaltsqualität. Diese soll auch den Bewohnerinnen und Bewohnern der umliegenden Stadtteile zu Gute kommen. Damit wird die in Aalen seit langen Jahren gute Praxis fortgesetzt, dass urbane Entwicklungen nur auf Basis einer fundierten Landschaftsplanung tragfähig sind. Die Wettbewerbsbeiträge werden in einer Wanderausstellung in verschiedenen Orten des Landes gezeigt und im Februar 2014 auch in Aalen Station machen. Am 14. Februar 2014 wird der international tätige Landschaftsarchitekt Johann Senner im Aalener Rathaus im Rahmen der Vortragsreihe „Baukultur“ einen Vortrag zum Thema GRÜN in der Stadtentwicklung halten. Damit erwartet die Stadt einen weiteren interessanten Beitrag zur „Baukultur“. Seit 2009 veranstaltet die Stadt Aalen in Rahmen dieser Reihe gemeinsam mit der Architektenkammergruppe Ostalb Vorträge und Ausstellungen. Damit werden die Vielschichtigkeit und die Bedeutung des Baugeschehens veranschaulicht.