Stadtkämmerer Siegfried Staiger verabschiedet

Am Donnerstag, 12. Januar 2012 verabschiedete Erste Bürgermeisterin Jutta Heim-Wenzler in einer würdevollen Feierstunde im kleinen Sitzungssaal des Rathauses den Stadtkämmerer der Stadt Aalen, Siegfried Staiger. Nach über 40 Jahren Dienstzeit bei der Stadt Aalen geht damit eine Ära zu Ende.

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Erste Bürgermeisterin Jutta Heim-Wenzler überbrachte herzliche Grüße von Oberbürgermeister Martin Gerlach. Durch eine starke Grippe konnte das Stadtoberhaupt die Verabschiedung zu seinem Bedauern nicht persönlich vornehmen.

Rund 140 Ehrengäste versammelten sich im kleinen Sitzungssaal, um ihre Wertschätzung auszudrücken und Staiger „Lebewohl“ zu sagen.

„Heute geht im Rathaus eine Ära zu Ende“ betonte die Erste Bürgermeisterin. „Nach 48 Jahren im öffentlichen Dienst, 41 Jahren ununterbrochener Tätigkeit bei der Stadt Aalen und davon 30 Jahren in Führungspositionen, haben Sie zweifellos Ihre Spuren in der Stadtverwaltung hinterlassen. Über die noch selbständige Gemeinde Ebnat führten Sie weitere Stationen zur Kassenverwaltung und zum damaligen Personal- und Organisationsamt, dessen Leitung Sie 12 Jahre inne hatten. Unter Ihrer Ägide wurden Anfang der Neunziger die ersten Weichenstellungen ins Informationszeitalter unternommen. 1994 wurden Sie aufgrund Ihrer Verdienste unter Oberbürgermeister Ulrich Pfeifle mit großer Mehrheit zum Stadtkämmerer gewählt. Immer wenn die Stadt Sie gebraucht hat, waren Sie da und haben mit großer Loyalität vollen Einsatz gebracht.“ Heim-Wenzler erinnerte beispielhaft an den Verwaltungsaufbau 1991 in der Partnerstadt Tatabánya, die Aufbauhilfe in der Stadt Jena nach der Wende sowie an die Übernahme der Geschäftsführung der Stadtwerke 2007 für ein Jahr.

„Die Verantwortung für einen Millionenhaushalt ist eine schwere Bürde, die Sie in den vergangenen 18 Jahren immer mit Sachverstand, Sorgfalt und Pflichtbewusstsein geschultert haben. Finanzexperimente und abenteuerliche Geldanlagen hat es in Ihrer Amtszeit nicht gegeben. Sie haben die Stadtkämmerei zu einer schlagkräftigen Truppe ausgebaut, deren Arbeit im Gremium einhellig anerkannt und geschätzt ist. Mit der Umstellung auf das doppische Rechnungswesen, haben Sie schließlich zum Abschluss noch einen Markstein gesetzt. Eine Rating-Agentur würde Ihnen die Bestnote, ein „Triple A“ ausstellen.“
© Stadt Aalen, 13.01.2012
Personalrats-Vorsitzender Michael Stäbler überreicht eine Zugschlusslampe als Geschenk.

Vom Kollegium geschätzt und geachtet

Der Vorsitzende des Personalrats der Stadt Aalen, Michael Stäbler, überbrachte humorvoll die besten Wünsche der Belegschaft für die ganz persönliche Zukunft Staigers. Trotz aller Schaffenskraft und Strebsamkeit sei er der Mensch Siegfried Staiger geblieben, der vom Kollegium geschätzt und geachtet werde. Er schloss mit einer Abwandlung des Glück-Auf-Marsches: „Glück auf, Glück auf, der Staiger geht und mit ihm geht ein helles Licht.“ Die Laudatio auf die beeindruckende Dienstzeit von 48 Jahren im öffentlichen Dienst hielt Bundestagsabgeordneter Roderich Kiesewetter. Er bescheinigte Staiger beeindruckende fachliche Kompetenz, aber auch Sozialkompetenz und Bürgernähe. Passend zur Profession Staigers berichtete Kiesewetter aus erster Hand über die aktuellen Entwicklungen der Schuldenkrise und den Auswirkungen auf den Euro. Zum Schluss ergriff Siegfried Staiger das Wort und blickte zurück auf seine Dienstzeit. Er dankte besonders seinen Ausbildern, die den soliden Grundstein für seine berufliche Karriere gelegt hätten und dem Gemeinderat für das Vertrauen in seine Person bei der Besetzung von Führungspositionen. Er dankte auch seiner Frau Maria und seiner Familie für die Geduld und den häufigen Verzicht auf ihn. Wenn er jetzt gehe, lasse er das wertvollste zurück – nämlich eine hoch motivierte und kompetente Mannschaft. Die große Schar der Vertreter aus Politik und Wirtschaft, Verbänden und Behörden quittierte das Lebenswerk Staigers mit stehenden Ovationen und großer Beifallsbekundung. Die musikalische Umrahmung des Abends erfolgte durch Liviu Bogdan an der Violine und Neven Sulic mit der Gitarre. Die Nachfolge von Staiger tritt ab 1. Februar 2012 seine bisherige Stellvertreterin, Daniela Faußner an. Sie wurde am 21. Juli 2011 vom Gemeinderat gewählt. $(bild:breit:119889)$ Zum Abschluss gab es stehende Ovationen $(bild:breit:119890)$ Das Schlusswort gebührte Staiger