Städtepartnerschaft Aalen-Antakya: Reise Mosaikstein für die Freundschaft

Beeindruckt von der überwältigenden Gastfreundschaft und der individuellen Zuwendung der türkischen Gastgeber ist die Aalener Delegation von ihrer Antakya-Reise in der vergangenen Woche zurückgekehrt.

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Oberbürgermeister Martin Gerlach und sein türkischer Amtskollege Mehmet Yeloglu würdigten anlässlich der Feierlichkeiten zum Befreiungsfest die tradititionell guten Beziehungen zwischen den beiden Städten.

Der Vorabend des Befreiungsfestes erinnerte die Aalener Delegation an die Fußballweltmeisterschaft vor einem Jahr in Deutschland. Ein stundenlanger Autokorso bewegte sich mit lautem Hupkonzert durch die Straßen Antakyas und feierte das Ergebnis der Parlamentswahlen in der Türkei.


$(text:b:Sengende Hitze)$

Mit militärischem Zeremoniell wurde das Befreiungsfest begangen. Die Aalener Vertreter saßen in sengender Hitze auf der Ehrentribüne und verfolgten mit den Repräsentanten der Stadt die Parade. Die Feierlichkeiten gehen zurück auf das Jahr 1938, als die Provinz Hatay von französischer und syrischer Besatzung befreit und an den türkischen Staat angegliedert wurde. Seitdem wird der 23. Juli als „Stadtfeiertag“ in Antakya begangen.
© Stadt Aalen, 31.07.2007

Tolerantes Miteinander

„Wir spüren, das unsere türkischen Freunde die Beziehungen vertiefen und auf weitere Bereiche ausdehnen wollen“, brachte OB Martin Gerlach die Empfindungen der Reiseteilnehmer während des Aufenthalts zum Ausdruck. Er lobte das tolerante Miteinander der unterschiedlichen Religionsgemeinschaften in der Stadt. Davon konnten sich die Aalener Vertreter von Wirtschaft, Verwaltung und Partnerschaftsverein beim Besuch in den Kirchen überzeugen. Für VHS-Leiter Dr. Jürgen Wasella sollte besonders der Bildungsbereich gefördert werden. Der bevorstehende Sprachkurs im August könnte als Einstieg für weitere Projekte der Erwachsenenbildung dienen. $(text:b:Musikalische Botschafter)$ Als glänzende musikalische Botschafter erwiesen sich die Rocking friends um Klaus und Silvia Schweiß. Sie ernteten bei ihrem Auftritt begeisterten Beifall. Bilal Dincel und Binaz Arslan waren routinierte Dolmetscher, die es bestens verstanden, den Reiseteilnehmern die Mentalität und Lebensweise der Menschen in der Türkei nahe zu bringen. Den Aufenthalt rundete ein umfangreiches Besichtigungsprogramm ab, das nach Samandag, Harbiye und Istanbul führte. Oberbürgermeister Martin Gerlach betonte zum Abschluss der Reise, dass es gelungen sei, Zeichen der Toleranz und des guten Miteinanders zu setzen. „Den Beziehungen zwischen den beiden Städten ist ein weiterer Mosaikstein hinzugefügt worden“, sagte Gerlach und stellte die geplanten Aktivitäten der Volkshochschule als wichtigen Beitrag zu den partnerschaftlichen Beziehungen heraus. Er sei zuversichtlich, dass das Land auf einem guten Weg in Richtung Europa sei.