Stuttgart bezuschusst Baulückenkataster

Im Rahmen des Pilotprojekts „Flächen gewinnen durch Innenentwicklung“ fördert das Umweltministerium das Aalener Baulückenkataster mit einem Zuschuss von 18.500 Euro. Mit den Finanzmitteln wird Informationsmaterial über das Aalener Baulandpotenzial im Innenbereich erstellt und die Leerstände in den ländlich strukturierten Stadtbezirken erfasst.
„Das bringt uns ein gutes Stück weiter und bestätigt unsere Strategie“ freut sich Baubürgermeisterin Jutta Heim-Wenzler über die Finanzzusage aus Stuttgart.

Schon die Erfassung der Baulücken im Stadtbezirk Wasseralfingen und die Präsentation im Geodatenportal der Stadt hat landesweit für Aufmerksamkeit gesorgt. Solche innovativen Beispiele förderten die Innenentwicklung von Städten und Gemeinden, betont Innenministerin Tanja Gönner.

Die Stadtverwaltung Aalen will bis Anfang 2010 die Baulücken im gesamten Stadtgebiet erfasst, kartiert und unter Beteiligung der Ortschaftsräte veröffentlicht haben. Dazu sagt Aalens Erste Bürgermeisterin: „Für eine nachhaltige Siedlungsentwicklung sind Strategien zur Eindämmung des Flächenverbrauchs erforderlich. Das Erfassen und Veröffentlichen von Baulücken ist ein wichtiger Baustein. Nachhaltige Siedlungsentwicklung ist nicht nur ein Thema des Naturschutzes.“
© Stadt Aalen, 25.08.2009
Für den städtischen Haushalt seien auch die ökonomischen Folgen zu berücksichtigen, die Kosten für Betrieb, Unterhaltung und Instandsetzung von Erschließungsanlagen. Bei stagnierenden oder rückgängigen Einwohnerzahlen könne die Infrastruktur nicht weiter ausgebaut werden, da weniger Schultern höhere Kosten tragen müssten. „Auf Dauer wird die Attraktivität von Städten und Gemeinden gewinnen durch eine Nutzung oder Umnutzung von Brachflächen“ ist sich die Baubürgermeisterin sicher. „Kompaktere, aber attraktiv gestaltete Siedlungsflächen mit guter Infrastruktur, eingebettet in eine lebenswerte Natur ist langfristig ein wichtiger Standortfaktor.“