Stuttgarter Büro Scholl Architekten gewinnt Wettbewerb Innovationszentrum

Im Planungswettbewerb für das EU-Leuchturmprojekt Innovationszentrum hat das Preisgericht vier Preise und drei Anerkennungspreise vergeben. Oberbürgermeister Martin Gerlach und Baubürgermeisterin Jutta Heim-Wenzler gaben am 30. Juni 2011 im Rahmen der Ausstellung der Wettbewerbsarbeiten die Ergebnisse bekannt. Wettbewerbssieger ist das Büro Scholl-Architekten aus Stuttgart mit Rainer Scholl, Wolfgang Balbach und Michael Walker.

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Der Oberbürgermeister verwies in seiner Begrüßung auf die qualitiativ hochwertigen Wettbewerbsergebnisse. Dies habe es der Jury schwer gemacht. Das Preisgericht habe sich zwischen extremen Positionen entscheiden müssen, erläuterte die Erste Bürgermeisterin. Zwischen sehr expressiven Entwürfen, die bewusst einen Gegenpol zu den bestehenden Hochschulgebäuden setzten und Entwürfen, die sich dezent der gegebenen Gebäude- und Landschaftsstruktur unterordnen. „Letztendlich war sich das Preisgericht einig, dass der Hochschulcampus eine sehr schöne, ideal in die Landschaft integrierte Anlage ist. Diese soll nicht durch ein Gebäude ergänzt werden, das alle Aufmerksamkeit auf sich zieht.“
© Stadt Aalen, 30.06.2011
Hochschulcampus Burren mit Innovationszentrum: Das Modell des Preisträgers Scholl Architekten Stuttgart.
Der Entwurf von Scholl Architekten Stuttgart berücksichtige alle Belange der Hochschule und füge sich in die Landschaft ohne aufzutrumpfen. Der zweigeschossige Holzbau auf einem massiven Sockel nimmt das Geländegefälle gut auf. „Die Grundrisse sind in fast allen Teilbereichen nahezu optimal ausgebildet bezüglich Funktionalität und auch Raumerlebnis und Aufenthaltsatmosphäre“ heißt es in der Begründung der Jury. Zweiter Preisträger ist WW+, Weber und Wagner aus Luxemburg. Das Büro nimmt den Leuchtturmgedanken auf und schließt mit einem markanten Hochpunkt die bestehenden Baukörper ab. Das Büro Knoche Architekten aus Leipzig hat den dritten Preis erzielt. Mit einem langgestreckten eingeschossigen Bau, der sich in das abfallende Gelände schmiegt, bleiben das Bauensemble Hochschule und der Landschaftsraum nahezu unbeeinträchtigt. Das Aalener Büro Isin Architekten Generalplaner erzielte mit dem Entwurf eines klaren Baukörpers, der sich in eindrucksvoller Länge gegen die vielbefahrene Westumgehung abschottet, den vierten Preis. Es entsteht eine aufgelockerte Form durch versetzte Zweigeschossigkeit und Innenhöfe. „Der Entwurf bildet die meisten Green-Building Attribute ab“ urteilt die Jury. Anerkennungspreise gingen an die Architekten Rossmann und Partner aus Karlsruhe, das Büro Architekten.3P Feuerstein, Rüdenauer und Partner Stuttgart und die Architekten Bernhard und Partner Darmstadt. $(text:b:Ausstellung in der Rathausgalerie)$ Die Pläne und Modelle der 24 Wettbewerbsteilnehmer sind bis zum 12. Juli in der Galerie des Aalener Rathauses ausgestellt und während der Öffnungszeiten des Rathauses zu besichtigen. Am Samstag, 2. Juli ist die Ausstellung von 10 bis 15 Uhr geöffnet.