Technik – Hockey – Nachhaltigkeit für Kinder und Jugendliche

Hochschule Aalen, Lokale Agenda 21 und Hockey Club Suebia kooperieren im Rahmen der UNESCO Aktionswoche Bildung für Nachhaltige Entwicklung.

Am Donnerstag, 25.9. können Kinder und Jugendliche an der Hochschule Aalen in die Bereiche Technik, Nachhaltigkeit und Hockey schnuppern.

Um das Interesse für Technik, Sport und Nachhaltigkeit zu wecken, wurde an der Hochschule Aalen ein Ansatz entwickelt, der auf Effekten der Synergie und Erlebnisorientierung beruht. Im Aalener Jugenddreieck sollen Jugendliche durch ihr Interesse an Sport, Technik oder nachhaltiger Entwicklung aktiviert und in einem gemeinsamen erlebnisorientierten Programm auch für die jeweils anderen Bereiche gewonnen werden.

Die erste Veranstaltung findet am $(text:b:Donnerstag, 25. September ab 14 Uhr)$ statt. Dabei sollen sich Aktivitäten zu Technik, Sport und Nachhaltigkeit an der Hochschule, im Freien und in der Halle zu einem Gesamterlebnis ergänzen. $(text:b:Anmeldungen sind bis zum 12. September)$ möglich.
© Stadt Aalen, 10.09.2008

Das Aalener Jugenddreieck – Erlebnisorientierung für Bildung und Sport

Wie kann man Kinder und Jugendliche für das Thema Nachhaltigkeit erreichen? Das ist eine der Kernfragen, die sich aus der studentischen Analyse des Aalener Agenda-Prozesses ergab. Wie kann man Kinder und Jugendliche für die Technik begeistern? Das fragt sich nicht nur die Hochschule, sondern auch die Industrie, die unter dem Mangel an Fachkräften leidet? Wie kann man Kinder und Jugendliche für den aktiven Sport begeistern? In Zeiten zunehmenden Fernsehkonsums und virtueller Gemeinschaften stellt sich diese Frage vielen Vereinen. Eine Lösung liegt im Konzept der Synergie und der Erlebnisorientierung. Der Ansatz von Prof. Dr. Ulrich Holzbaur vor der Hochschule Aalen ist, diese drei Bereiche zu einem Erlebnis verschmelzen zu lassen: "Erlebnisorientierung bedeutet, eine Veranstaltung so zu gestalten, dass die Teilnehmer integriert werden und das intensiv Erlebte nachwirkt. Das Interesse an Sport, Nachhaltigkeit und Technik kann man nicht durch trockene Vorträge wecken, da müssen die Telnehmer unmittelbar involviert werden." In Prorektor Prof. Dr. Holger Held und Umweltamtschef Rudolf Kaufmann fand Holzbaur zwei sportbegeisterte Unterstützer. Auch Bernd Abele, Vorstand des Hockey-Clubs Suebia und Jugendleiter Michael Hafner waren sofort dabei. Auf die Dauer soll das Konzept so umgesetzt werden, dass die Teilnehmer am "Aalener Jugenddreieck" durch einen Verein, die Lokale Agenda und die Hochschule geleitet und in den drei Bereichen Technik, Sport und Nachhaltigkeit aktiv werden. Die Schwerpunkt jedes einzelnen werden dann in die eine oder andere Richtung gehen, aber durch die Kooperation gibt es kein hartes entweder - oder. Mit dem Fortschreiten des Projekts werden auch andere Sportarten eingebunden $(text:b:Studentisches Projekt plant Nachmittag für Schüler)$ Als ersten Schritt hat ein studentisches Team einen Nachmittag für Schüler ausgearbeitet. Beteiligt waren die Wirtschaftsingenieur-Studenten Stefan Komenda, Tzeshayi Tesfai und Holger Mayer aus der Vorlesung "Qualität und Nachhaltigkeit", Sebastian Rettenmeier, Benedikt Klotzbücher, Jonas Amerein, Michael Racic aus der Vorlesung "Projektmanagement". Projektleiter Michael Kommenda beschriebt die Motivation des studentischen Teams: "Auf Grund der vielfältigen Angebote der Computerwelt verstecken sich immer mehr Kinder zu Hause, wobei das Spielen am PC oder an der Konsole ihren Alltag bestimmt und sie sich immer mehr von der Außenwelt abschirmen. Sport, Kreativität, Kommunikation und andere Interessen gehen dabei verloren. Unser Ziel ist es, das Kinder das Interesse an Sport, Technik, Natur und Gesellschaft durch Spannung, Spaß und Spiel wieder für sich entdecken, wobei auch die Freude am Lernen wieder gefunden werden soll." "So viel an einem Tag des geht net, Bua" sang das Rundfunkfritzle 1954. Dass an einem Nachmittag sehr viel geht, haben die Studenten bewiesen. Gemeinsam mit Michael Hafner vom Studiengang Fertigungstechnik, der auch Jugenleiter im SC Suebia ist, haben sie einen Plan erstellt: Spannende Technik und Ökologie an der Hochschule, Hockey-Spielen und Natur im Rohrwang. Das studentische Team beschriebt die Zielsetzung so: "Dieser Tag soll dem Nachwuchs zeigen, wie viel Spaß es macht, in der Gemeinschaft etwas zu produzieren, um gemeinsam davon zu profitieren. Es soll ihnen verständlich gemacht werden, dass Technik und Sport sehr nahe miteinander verknüpft sind und sie gemeinsam viel erreichen können. Ein Gefühl von, "ich kann alles" und "in der Gemeinschaft sind wir stark" soll ihnen Mut und Selbstbewusstsein geben." $(text:b:Kooperationsprojekt am 25. September)$ Zum Thema Bildung für Nachhaltige Entwicklung hat die UNESCO Deutschland eine Aktionswoche ausgerufen und alle Akteure um Teilnahme gebeten. Im Rahmen dieser Woche wird der erste Nachmittag zum Aalener Jugenddreieck Technik - Hockey - Nachhaltigkeit stattfinden. Das Projekt ist als Projekt im Rahmen der Aktionswoche "Bildung für Nachhaltige Entwicklung" eingetragen. Die Detailplanung wurde von der Koordinatorin zur Förderung naturwissenschaftlicher Bildung, Maria Tschuschke, gemeinsam mit Hafner und Holzbaur umgesetzt. Um 13 Uhr wird es einen kurze Begrüßung und Einführung für an dem Konzept Interessierte geben. Um 14 Uhr sind dann die Kinder und Jugendlichen gefragt. Sie werden in mehreren Stationen die Faszination der Technik hautnah erleben, das Thema Nachhaltigkeit vermittelt bekommen und lernen, wie man Hockey spielt. Treffpunkt ist das Foyer der Hochschule in der Beethovenstrasse. Für eine Gruppeneinteilung und Vorbereitung ist eine Anmeldung mit Angabe des Alters erforderlich, telefonisch an das Rektorat der Hochschule Aalen 07361-576-2102 oder per E-Mail an $(link:m:Ulrich.Holzbaur@HTW-Aalen.de|Ulrich.Holzbaur@HTW-Aalen.de)$.