Theaterring Aalen - Liebespaare und ihre Probleme

Um Liebespaare und ihre Probleme geht es mehr oder weniger dramatisch in fast allen Vorstellungen der diesjährigen Saison des Theaterrings Aalen. Liebesdramen, Liebesleid, Liebestod – alles ist möglich im Theater und im Leben.

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Für die Liebe zum Herzog von Mantua opfert sich Rigolettos Tochter Gilda in der Oper von Giuseppe Verdi. Am Freitag, 10. Oktober 2003 macht das Theater mit dieser bekannten Oper den Auftakt der diesjährigen Theaterring-Saison.
Zu trauriger Berühmtheit hat es das amerikanische Liebespärchen und Verbrecherduo Bonnie Parker und Clyde Barrow in den dreißiger Jahren des letzten Jahrhunderts gebracht. Ihr kurzes und schillerndes Leben bis zum tragischen gemeinsamen Tod schildert das Musical „Bonnie und Clyde“ mit eingängigen Swing- und Charleston-Rhythmen am Mittwoch, 29. Oktober 2003 in der Stadthalle.
Das klassische Liebespaar wird von Minna von Barnhelm und ihrem preussischen Major von Thellheim vertreten. Sie lassen im Lessing-Lustspiel die Liebe über das starre preussische Ehrgefühl siegen. Bekannte Stars wie Timothy Peach spielen am Mittwoch, 17. Dezember 2003 diesen Klassiker in der Stadthalle.
Eine echte schwäbische Komödie zeigt das Theater Lindenhof Melchingen am Donnerstag, 4. März 2004 mit der Komödie „Das Sparschwein“. Hier werden schwäbische Provinzler bei einem Ausflug in die große Stadt Stuttgart karikiert. In treffenden und hintersinnigen Dialogen werden Eigenarten und Eigenschaften der schwäbischen Natur liebevoll und sehr unterhaltsam dargestellt. Dieses Stück des Theater Lindenhof ist ähnlich erfolgreich wie der legendäre Entenglemmer. Diese Produktion dürfte einer der Höhepunkte der kommenden Spielzeit des Theaterrings sein.
Noch ein berühmtes Liebespaar wird am Donnerstag, 25. März 2004 in Aalen gastieren.
In amüsanten und spritzigen Rededuellen zwischen der französischen Schriftstellerin George Sand und ihrem Geliebten Frederic Chopin werden weibliche Emanzipation und Matchismo, Nationalstolz und die Unterschiede zwischen Musik und Literatur sowie Konservativismus und Fortschritt dargestellt. Es spielen Renan Demirkan und Stefan Reck.
Das Landestheater Tübingen widmet sich am Mittwoch, 7. April 2004 dem Trauerspiel „Kabale und Liebe“ von Friedrich Schiller. Auch hier streiten zwei Liebende gegen die Konventionen und die Zwänge ihrer gesellschaftlichen Positionen. Doch die Auflehnung gegen alle äußeren Hindernisse ihrer Liebe führt jedoch nicht in die Freiheit, sondern in den Tod.

Gegen soviel Liebesleid stehen noch einige Höhepunkte aus:
Im Februar 2004 schildert die Komödie am Kurfürstendamm Berlin, anhand der bekannten Lieder der Comedian Harmonists, Leben, Werk und auch das Ende des legendären Sextetts der 20er und 30er Jahre. Die sechs Darsteller singen live ohne Mikrofon und machen den Zuschauer zeitweilig glauben, dass die Comedian Harmonists wieder auferstanden sind.

Die Sparte Tanz vertritt in der Saison 2003/2004 die Akademie des Tanzes der Staatlichen Hochschule für Musik und darstellende Kunst Mannheim. Sie wird mit einem Ballettabend unter der Leitung von Birgit Keil im November 2003 in Aalen gastieren.
Den Abschluss der Saison macht am Montag, 26. April 2004 das Drama „Der Fall Furtwängler“, ein äußerst dramatisches Kammerspiel über die Verstrickung des Dirigenten Wilhelm Furtwängler in NS-Machenschaften während des Dritten Reiches. Das hervorragende Schauspiel wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. In Aalen werden die Schauspieler Charles Brauer (Tatort), in der Rolle Furtwänglers und Manfred Zapatka, in der Rolle des Major Arnold, zu sehen sein.
Ein abwechslungsreiches und interessantes Programm mit tollen Schauspielern erwartet die Zuschauer.

Abonnementausweise können ab dem Freitag, 1. August 2003 beim Touristik-Service Aalen, Telefon 07361 52-2359, gezeichnet werden. Für Jugendliche gibt es ein spezielles Abonnement mit fünf Stücken zum günstigen Preis von 20 Euro. Interessenten, die sich noch nicht für ein komplettes Abo entscheiden möchten, haben die Möglichkeit, ein Schnupper-Abonnement (vier Stücke) zu erwerben. Zehn Abende lang bietet der Theaterring abwechslungsreiches, interessantes und aktuelles Kulturprogramm aller Sparten der darstellenden Kunst.



© Stadt Aalen, 30.07.2003