Trend zur Briefwahl hält an - Letzte Vorbereitungen der Landtagswahl im Aalener Rathaus

Harald Wörner sitzt auf 66 gepackten Koffern. Dabei geht die Reise am kommenden Sonntag nicht über Aalen hinaus. Der Leiter der Stabstelle für Gemeindeorgane und Wahlen im Aalener Rathaus sorgt mit seinem Team für einen reibungslosen Ablauf der Landtagswahl. Sechs Tage vor der Wahl sind die Vorbereitungen fast abgeschlossen: zuletzt werden die Koffer mit den Wahlurnen und Wahlkabinen auf die 66 Wahllokale in der Stadt Aalen und ihren Teilorten verteilt.

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Wahlverzeichnis, Stimmzettel und Musterstimmzettel, die Wahlbekanntmachung, Hinweisschilder und Rechtsgrundlagen finden die Wahlteams in dem Koffer. Aber auch Packpapier, Siegel, Bleistifte und Schnur gehören zur Grundausstattung jedes Wahllokals.

„Die Vorbereitungen bringen uns nicht aus der Ruhe, das ist Routine“ sagt der Leiter des Wahlteams Wörner, dem drei Mitarbeiterinnen und 4 Auszubildende zur Seite stehen. Alle Vorbereitungen sind getroffen, die Wahlvorstände geschult. Für die 66 Wahllokale und sechs Briefwahlbezirke stehen zirka 600 Wahlhelfer bereit.

Viel zu tun hatte das Wahlteam in den letzten Tagen bereits mit der Briefwahl. „Der Trend zur Brief-wahl hält an“ fasst Wörner seine 35-jährige Erfahrung zusammen: seit 1976 ist er bei der Stadt Aalen verantwortlich für Wahlen. Bis heute haben von den 48.000 Wahlberechtigten in Aalen rund 4.300 von der Briefwahl Gebrauch gemacht. „Es dürften bis Sonntag zirka 5.000 Briefwähler werden“ schätzt Wörner. Vor fünf Jahren waren es 3620 Briefwähler, die Wahlbeteiligung lag bei 50,8 Prozent.
© Stadt Aalen, 22.03.2011
Harald Wörner kontrolliert mit Carolin Hirschfeld und Katharina Baumann, ob alle wichtigen Utensilien im Koffer sind.

Hotline-Nummer für alle offenen Fragen

Über die Hotline unter der Nummer 07361 52-1258 sind alle Fragen rund um die Wahl zu klären. An manchen Tagen klingelt das Telefon im Wahlamt bis zu vierzig Mal. Oft geht es um die Wahlberechtigung: zugelassen sind nur Deutsche, EU-Bürger dürfen am Sonntag nicht wählen. Was tun, wenn die Wahlkarte verloren ging? Oder wenn das Kleinkind die Briefwahlunterlagen in die Finger bekam und nur Schnipsel übrig blieben? Das Team hilft auch in diesem seltenen Fall: gegen Vorlage der Papierreste gibt es neue Unterlagen. Die rosa Wahlbriefe der Briefwähler müssen bis zum Wahlsonntag, 18 Uhr im Aalener Rathaus eingegangen sein, dann wird ausgezählt. Ab 18 Uhr werden die Meldungen aus den Aalener Wahllokalen im Sitzungssaal des Rathauses präsentiert, mit dem Ergebnis ist gegen 19 Uhr zu rechnen. Weitere Informationen zur Landtagswahl sind auf der Inter-netseite der Stadt Aalen unter $(link:i:98155|www.aalen.de|_top)$ zu finden.