Überprüfung der Standfestigkeit von Grabmalanlagen 2009

Nach einem Urteil des Bundesgerichtshofs und nach den geltenden Unfallverhütungsvorschriften sind die Friedhofsverwaltungen dazu verpflichtet, mindestens einmal im Jahr die Grabmale auf ihre Standfestigkeit hin zu überprüfen.

Auf den städtischen Friedhöfen sind immer wieder gelockerte, mangelhaft befestigte oder nicht mehr gerade stehende Grabmale festzustellen. Sie können für Friedhofsbesucher und das Friedhofspersonal eine große Gefahr darstellen. Manche Grabmale können schon bei geringem Druck umfallen. Der Grund für nicht standsichere Grabmale kann an einer unzureichenden Verdübelung zwischen Grabmal und Sockel liegen. Dies muss aber nicht zwangsläufig der Fall sein. Eine weitere Ursache kann auch sein, dass die Standfestigkeit nachträglich durch Witterungseinflüsse oder durch das Senken des umliegenden Erdreichs verloren geht.

Die Standfestigkeitsprüfung der Grabmalanlagen wird durch ein unabhängiges Fachunternehmen mit einem speziell hierfür entwickelten Gerät vorgenommen. Nach den einschlägigen Vorschriften muss die Prüfung nach einem festgelegten Verfahren durchgeführt werden.

Die rechtliche Verpflichtung zur Durchführung der Grabsteinprüfung gilt im Übrigen auch für die Grabstätteninhaber selbst. Die Verfügungs- und Nutzungsberechtigten der Grabstätten sind sowohl gesetzlich als auch aufgrund mehrerer Gerichtsurteile dazu verpflichtet, die Grabsteine und die sonstigen Grabausstattungen immer wieder selbst auf ihre Standfestigkeit hin zu überprüfen und Mängel sofort beheben zu lassen. Solche Schäden können von einem Fachmann mit relativ geringen Kosten beseitigt werden.

Die Friedhofsverwaltung wird die Standfestigkeitsprüfung der Grabmalanlagen – vorbehaltlich der Witterungsverhältnisse – $(text:b:ab 23. März 2009)$ im Rahmen der Unfallverhütungsvorschriften durch ein Fachunternehmen überprüfen lassen. Sind Grabmale nicht mehr standfest, informiert die Stadtverwaltung die Grabnutzungsberechtigten schriftlich. Diese Grabmale müssen dann innerhalb einer angemessenen Frist durch eine Fachfirma instandgesetzt werden.

Ist Gefahr im Verzug, wenn das Grabmal ganz und gar standunsicher ist und umzustürzen droht, wird es mit einem roten Aufkleber gekennzeichnet und muss unverzüglich neu befestigt werden. Bei Gefahr im Verzuge kann die Friedhofsverwaltung auf Kosten des Verantwortlichen auch Sicherungsmaßnahmen treffen wie z. B. die Umlegung von Grabmalen oder die Anbringung von Absperrungen.
© Stadt Aalen, 18.03.2009