Umweltministerin Tanja Gönner auf Projektbesuch in Aalen

Am Donnerstag, 29. Januar 2009 hat Umweltministerin Tanja Gönner gemeinsam mit dem Regierungsvizepräsidenten Josef Kreuzberger die Baumaßnahme "Hochwasserrückhaltebecken Dürrwiesen" besichtigt.

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Zu diesem Termin waren auf Einladung von Oberbürgermeister Martin Gerlach neben zahlreichen Gästen die Landtagsabgeordneten Ursula Haußmann und Winfried Mack, sowie der Erste Landesbeamte Hubert Götz und Erste Bürgermeisterin Jutta Heim-Wenzler erschienen.

Nach der Besichtigung des aktuellen Baufortschritts ging es im Verbandsgebäude Südwestmetall weiter im Programm. Oberbürgermeister Martin Gerlach stellte aktuelle Hochwasserschutz- und Gewässerökologiemaßnahmen in Aalen vor. Die Konzeption für ein Hochwasserrückhaltebecken sei bereits im Jahre 1992 in die Wege geleitet worden. Mit dem Bau des Rückhaltebeckens Dürrwiesen entlang der Aal und des Sauerbachs konnte dann schließlich im November 2008 begonnen worden. Die Fertigstellung sei bis Herbst 2010 geplant. Es könnten darin insgesamt 120 000 Kubikmeter Wasser gespeichert werden. Um diese immense Menge zu veranschaulichen, nannte er das große Becken des Hirschbach-Freibades, welches 2 bis 3 000 Kubikmeter fassen könne.

Gerlach stellte dar, dass es seit 1990 im Raum Aalen an bestimmten Stellen fast jährlich zu Hochwassern gekommen sei. Bei starkem Regen könnten sich Bäche vom Rinnsal zum reißenden Strom entwickeln. Im Jahr 1998 habe der Bau des Rombachtunnels ein Unglück für Aalen verhindert, indem ein großer Teil der Wassermassen darin aufgefangen worden sei.
© Stadt Aalen, 29.01.2009
Ministerin Gönner bei der Preisverleihung an die Schülerinnen und Schüler der Hofherrnschule sowie Lehrerin Andrea Zürn

Enge Verknüpfung von Hochwasserschutz und Gewässerökologie

Umweltministerin Gönner wies darauf hin, dass Hochwasserschutz und Gewässerökologie eng miteinander verknüpft seien. Für das Rückhaltebecken Dürrwiesen einschließlich der bereits 2007 fertiggestellten Hochwasserschutzmaßnahmen am Kocher seien vom Land rund 3,2 Millionen Euro bereitgestellt worden, da es sich um wichtige Bausteine der Hochwasserschutzkonzeption des Wasserverbandes Kocher-Lein handle. Diese Mittel seien hier bestens angelegt und die Stadt Aalen nehme auf diesem Gebiet eine Vorreiterrolle ein. $(text:b:Eintrag im Goldenen Buch und Preisverleihung)$ Nach einem Eintrag in das Goldene Buch der Stadt Aalen nahmen Umweltministerin Tanja Gönner und Regierungsvizepräsident Josef Kreuzberger die Preisverleihung für den Schülerwettbewerb "Hochwasserschutz und Gewässerökologie" vor. Im Rahmen des gemeinsamen Wettbewerbes wurde von der Hofherrnschule ein Modell geschaffen und die Schülerinnen und Schüler der Rombachschule malten Bilder zum Thema. "Die Wettbewerbs-Beiträge der Schülerinnen und Schüler zeigen ein hohes Engagement und gute Ideen" freute sich Gönner. Die Bäche und Flüsse sollten als Lebensadern Baden-Württembergs wieder erlebbarer und erfahrbarer werden. Hierzu würden die beteiligten Schulen einen wichtigen Beitrag leisten.