VII. Internationale Römertage gingen zu Ende

Trotz des nasskalten Wetters zogen die Veranstalter positives Fazit

Um 17 Uhr gingen heute die VII. Internationalen Römertage beim Limesmuseum in Aalen zu Ende. Insgesamt 7 500 Besucher kamen am Samstag und Sonntag zum größten internationalen Römertreffen in die Kocherstadt. „Angesichts des nasskalten Wetters können wir von einem sensationellen Zuspruch sprechen“, sagte Aalens Oberbürgermeister Ulrich Pfeifle zum Abschluss der Veranstaltung. „Dies bestätigt einmal mehr, dass das Interesse an der römischen Geschichte ungebrochen ist. Die Besucher kamen aus ganz Baden-Württemberg – vor allem aus dem Großraum Stuttgart - und dem angrenzenden bayrischen Raum. Die Römertage besuchten viele Familien und sie haben die zahlreichen Angebote für Kinder wie zum Beispiel das Schminken oder Frisieren im römischen Stil gerne in Anspruch genommen.“

Zwei Tage lang tummelten sich auf dem ehemals größten Reiterkastell nördlich der Alpen beim Limesmuseum in Aalen rund 300 Mitwirkende in römischen Gewändern, als Legionäre, Gladiatoren Handwerker und römische Bürger.

Das museumspädagogische Angebot des Limesmuseums wurde von über 1 200 Schülerinnen und Schüler, die die Römertage besuchten, rege nachgefragt.
© Stadt Aalen, 26.09.2004

Limesmuseum feierte 40jähriges Jubiläum

Bereits am Freitag feierte das Limesmuseum sein 40jähriges Jubiläum. Zu diesem Anlass wurde die Sonderausstellung „Geritzt und entziffert – Schriftzeugnisse der römischen Informationsgesellschaft“ eröffnet. Erstmals in Deutschland kann der Besucher des Limesmuseums noch bis Montag, 28. März 2005 den vielfältigen schriftlichen Überlieferungen der Römer nachspüren. Etwa 200 hochkarätige Objekte von 50 verschiedenen Museen, Institutionen und Privatleuten in Deutschland, den Niederlanden, Luxemburg, Frankreich, der Schweiz und Österreich erlauben einen faszinierenden Einblick in das große Spektrum der alltäglichen, schriftlichen Information und Kommunikation. Zu sehen sind unter anderem auf Holz- und Ton geritzte Briefe, Besitzernamen auf Hausrat, Inhaltsangaben auf Vorratsgefäßen, Produktionsbilanzen von Töpfern, Verträge und Urkunden, magische Verwünschungen auf sogenannten „Fluchtäfelchen“, Liebesbriefe und antike Witze – also faszinierende Schriftzeugnisse im Alltag der römischen Informationsgesellschaft.