Was darf in privaten Feuerungsanlagen verbrannt werden?

In der kalten Jahreszeit häufen sich die Beschwerden, dass Dinge aller Art in den häuslichen Öfen verbrannt und dadurch Nachbarn belästigt werden. Klar ist, dass Abfälle aller Art nicht in den Ofen gehören, sondern fachgerecht verwertet und entsorgt werden müssen. Nicht nur die Umwelt wird dadurch entlastet, sondern auch die eigene Gesundheit sowie die der Nachbarschaft. Aber auch nicht jede Art Holz darf den Weg in den eigenen Ofen finden. Feuerungsanlagen in privaten Haushalten müssen zwar nicht genehmigt, aber so betrieben werden, dass die Vorgaben der 1. BImSchV (Verordnung über kleine und mittlere Feuerungsanlagen) eingehalten werden. So dürfen in handbeschickten Anlagen für feste Brennstoffe nur folgende Brennstoffe eingesetzt werden:
$(list:ol:Steinkohlen, Steinkohlenbriketts, -koks,~Braunkohlen, Braunkohlenbriketts, -koks~Torfbriketts, Brenntorf,~Grillholzkohle, Grill-Holzkohlebriketts~naturbelassenes stückiges Holz einschließlich anhaftender Rinde, beispielsweise in Form von Scheitholz, Hackschnitzeln sowie Reisig und Zapfen.~Presslinge aus naturbelassenem Holz in Form von Holzbriketts oder vergleichbare Holzpellets oder andere Presslinge aus naturbelassenem Holz mit gleichwertiger Qualität.)$

Nicht verbrannt werden dürfen in häuslichen Feuerungsanlagen mit einer Nennwärmeleistung bis bis 15 kW Abfälle aller Art, gestrichenes, lackiertes oder beschichtetes Holz sowie Sperrholz, Span- und Faserplatten.

Werden diese Grundsätze eingehalten, erspart man sich nicht nur den Ärger mit der Nachbarschaft, sondern auch mit den Behörden, die bei einem Nichteinhalten dieser Regeln ein Ordnungswidrigkeitsverfahren einleiten kann.
© Stadt Aalen, 20.11.2006