Wege für qualitativ hochwertiges Bauen

Baukultur geht alle an. Um dafür mehr gesellschaftliches Bewusstsein zu schaffen und vor allem eine nachhaltige Qualität in der Architektur und Stadtplanung aufzuzeigen veranstaltet die Stadt Aalen in Zusammenarbeit mit der Architektenkammergruppe Aalen seit 2008 Ausstellungen und eine Vortragsreihe. Erste Bürgermeisterin Jutta Heim-Wenzler hat gemeinsam mit Kai Bodamer, stellvertretender Vorsitzender der Architektenkammergruppe, die Ausstellung eröffnet.

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"Wir möchten das Thema Bauen in der breiten Bevölkerung thematisieren. Durch ein breites Baulandangebot wollen wir Bauen und Wohnen in Aalen so attraktiv wie möglich gestalten. Unsere Stadt wird durch alle Bautätigkeiten kontinuierlich verändert. Ein Bauwerk steht 50 bis 100 Jahre und muss sich daher langfristig in die Umgebung einfügen" betonte Heim Wenzler. "Die Ausstellung stellt individuelle Bauvorhaben vor, durch die sich Bauwillige inspirieren lassen können. Der Fokus der Ausstellung liegt dabei auf Wohnen im Bestand."

Kai Bodamer ergänzte, dass durch die gute Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung der Anteil der Architektenhäuser in den Wohngebieten zugenommen habe. "Uns geht es darum, die Qualität der Architektur zu erhöhen und hochwertiger Baukultur wieder mehr Platz einzuräumen."

Der gegenwärtige demografische und gesellschaftliche Wandel führt zu grundlegend veränderten Ansprüchen an das Wohnen und den Charakter künftiger Stadtquartiere. Es geht heute nicht mehr primär um einen Ausbau der Quantitäten, sondern in erster Linie um neue Qualität auf dem Wohnungsmarkt.
Die diesjährigen Ausstellungen sollen einem breiten Publikum die unterschiedlichen Ansätze für qualitativ hochwertiges Bauen aufzeigen und Anregungen geben.
© Stadt Aalen, 07.03.2013

Die Ausstellungen

$(text:b:anbauen, umbauen, weiterbauen - Bauen im Bestand)$ vom 5. März bis 22. März 2013 (zu den Rathausöffnungszeiten) Schon über Jahrtausende wird an-, um- und weitergebaut – das ist bis heute vielfach an unseren gewachsenen Städten ablesbar. Die Anforderungen an das Bauen verändern sich, so müssen zum Beispiel heute Brandschutz und Energieeffizienz mit der Wertschätzung von Altbauten in Einklang gebracht werden. Für ein Bestandsgebäude eine gute Lösung zu finden, stellt eine größere Herausforderung dar, als auf der grünen Wiese zu planen. Es gibt keine Standardantworten mehr, vielmehr gilt es eine Balance zu finden zwischen Erhalt und Innovation, zwischen Sanierung und neuer Architektur, zwischen dem historischen Charakter eines Gebäudes und seinem aktuellen Stellenwert. Mit beispielhaft umge-stalteten Wohngebäuden aus dem Auszeichnungsverfahren „Beispielhaftes Bauen“ zeigt die Wanderausstellung „anbauen, umbauen, weiterbauen“ der Architektenkammer Baden-Württemberg wie vielfältig die Aufgaben beim Umgang mit alter Bausubstanz sind und dass es sich lohnt, in individuelle Lösungen zu investieren. Auch die Umnutzung von ehemaligen Lager- oder Fabriketagen zu Wohnraum verweist auf das breite Spektrum, was alles möglich ist. $(text:b:Wohnen in Baden-Württemberg)$ vom 5. März bis 22. März 2013 (zu den Rathausöffnungszeiten) Wohnen ist ein Grundbedürfnis des Menschen. Seiner ursprünglichen Wortbedeutung nach heißt das althochdeutsche „wonen“ zufrieden sein und zwar an dem Ort, an dem man sich gerne aufhält. Als feste Behausung mit einem oder mehreren Räumen bietet die Wohnung einen dauerhaften Lebensmittelpunkt. Der oder die Bewohner fügen sich dem Raum und prägen ihn zugleich. So schaffen sie einen Ort größter Vertrautheit. Die Ausstellung zeigt, wie es Bauherren und ihren Architekten mit Mut und Kreativität, Phantasie und Know-how gelungen ist, individuelle und gut gestalteten Wohnraum zu schaffen. Die prämierten Objekte stammen aus dem Auszeichnungsverfahren „Beispielhaftes Bauen“ der Architektenkammer Baden-Württemberg. Sie zeigen, wie es sich ohne Heizung und Barrieren wohnt, in Lücken, in der Etage, in der Reihe, mit Kind und Kegel. Beispiele für modernisierte – wiederverwertete – Altbauten sind genauso zu sehen wie Gebäude, die von Baugruppen errichtet wurden: Es gibt viele Möglichkeiten, zufrieden zu wohnen. $(text:b:Explorhino - Neubau)$ Ausstellung im Rathaus Aalen vom 13. März bis 22. März 2013 (zu den Rathausöffnungszeiten) In unmittelbarer Nachbarschaft zur Hochschule Aalen ist an der Beethovenstraße ein Neubau mit Flächen für explorhino (Austellungs- und Experimentierbereich), für Büro-, Seminar- und Labornutzung sowie auch für Wohnflächen vorgesehen. Um die beste Gebäudelösung zu finden wurde ein einphasiger Realisierungswettbewerb mit vorgeschaltetem Bewerbungsverfahren ausgelobt. Nach der Entscheidung des Preisgerichts sollen die prämierten Arbeiten einer breiten Öffentlichkeit gezeigt werden. Um das Interesse an Bildung, insbesondere auch im Bereich der Naturwissenschaften und Technik zu fördern, wurde die Werkstatt junger Forscher an der Hochschule Aalen mit dem Namen „explorhino“ gegründet. Im Explorhino bekommen Kinder und Jugendliche die Gelegenheit, die begeisternde Seite der Naturwissenschaften zu erleben und ihre technischen Weiterentwicklungen selbst auszutesten. Nachhaltig zu wirken war für explorhino von Anfang an Pflicht. Ein erster Schritt zur Gewährleistung einer dauerhaft bestehenden Forscherwerkstatt war die Gründung der Dr. Albert-Grimminger-Stiftung in 2008. Ende 2011 wurde explorhino mit der Neugründung der Karl und Auguste Kessler Bildungsstiftung der Maschinenfabrik Alfing weiter gestärkt. In 2012 brachte die Stadt Aalen den Verkaufserlös des Grundstücks an der Beethovenstraße in unmittelbarer Hochschulnähe als Zustiftung ein. Damit waren – neben großzügigen Spenden der Dr.-Albert-Grimminger-Stiftung - die entscheidenden Voraussetzungen für einen Neubau gegeben. Die Aktivitäten von explorhino sollen in dem geplanten Gebäude einen räumlichen Rahmen finden. $(bild:popup:145396)$