Wettbewerb zur Auszeichnung kommunaler Bürgeraktionen

Die Landesregierung hat einen Wettbewerb für kommunale Bürgeraktionen ausgeschrieben. Mit der Auszeichnung sollen vorbildliche Leistungen von Bürgerinnen und Bürgern auf kommunaler Ebene im Dienst der Gemeinschaft öffentlich anerkannt werden.

Die Auszeichnung soll zugleich zu eigenverantwortlichem, gemeinnützi­gem Handeln und zu Beispiel gebendem Engagement für das Gemeinwohl ermutigen und den ehrenamtlichen und den bürgerschaftlichen Einsatz als notwendige Ergänzung und Alternative zum Handeln der öffentlichen Verwaltung auf dem Gebiet der Daseinsvor­sorge beto­nen.
© Stadt Aalen, 17.08.2009
$(list:ol:$1(text:b:Teilnahme)1$ 1.1 Bewerben können sich Einzelpersonen, Gruppen (auch Vereine, Netzwerke und Verbände), die in ihrer Gemeinde oder ihrem Landkreis gemeinnüt­zige, im örtli­chen Bereich liegende Ziele zur Ergänzung oder an­stelle öffentlicher Leistungen in gesetzlich zulässiger Weise ver­folgen (Bürgeraktionen). 1.2 Die Teilnahme am Wettbewerb erfolgt entweder - auf Grund eines Vorschlags Dritter, wobei das Einverständnis mit dem Vorschlag nachgewiesen sein soll oder auf Grund einer eigenen Bewerbung der Bürgeraktion. 1.3 Auszeichnungswürdige Zielsetzungen von Bürgeraktionen können in verschiedenen Bereichen auf örtlicher Ebene liegen. Einige, nicht abschließende Beispiele: 1.3.1 Im allgemeinen kommunalen Bereich beispielsweise - die Schaffung oder Erweiterung öffentlicher Einrichtungen, - die Erhaltung bedeutender Bausubstanzen und Kulturdenkmale sowie die Pflege des Ortsbilds, - die Förderung umweltbewussten Verhaltens - der Umweltschutz, der Naturschutz, die Landschaftspflege sowie der Tierschutz. 1.3.2 Im sozialen Bereich beispielsweise - die Kinder- und Jugendbetreuung, - unterstützende Patenschaften für Kinder und Jugendliche im Schul- und Ausbildungsbereich, insbesondere auch für Betroffene mit Migrationshintergrund, - die Förderung der Gleichbehandlung von Frauen und Männern, - die Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen, Kinder und Jugendliche, - die Alten- und die Nachbarschaftshilfe, - die Betreuung und Integration Behinderter in die Gesellschaft, - die Hilfe für alleinerziehende Mütter und Väter, - die Eingliederung von Aussiedlern, - die Integration von auf Dauer bleibeberechtigten Ausländern, - Sprachförderung von Migrantenkindern, - die Hilfe für soziale Randgruppen - beispielhafte Jugendinitiativen, - Kriminalitätsverhütung und –bekämpfung, - kommunale Präventionsarbeit, - Engagement für die Straffälligenhilfe, - Drogenhilfe, - AIDS-Hilfe, - Hilfen für psychisch Kranke und - gesundheitsbezogene Selbsthilfegruppen.. 1.3.3 Im kulturellen Bereich beispielsweise - die Pflege und Förderung des örtlichen Volks- und Brauch­tums, - die Pflege und Förderung der Musik, der Literatur, des Theaters und - die Förderung von Sport, Spiel und Freizeitgestaltung. 1.4 Beteiligen können sich derzeit tätige Bürgeraktionen sowie Bürger­aktionen, deren Abschluss nicht länger als zwei Jahre zurückliegt. Beteiligen können sich auch Bürgeraktionen, die schon an einem früheren Wettbewerb zur Auszeichnung kommunaler Bürgeraktionen teil­genommen haben, sofern sie nicht schon für dasselbe Vorhaben ausgezeichnet wurden. 1.5 Zur Teilnahme sind folgende Unterlagen und Angaben erforderlich: - ein möglichst mit Anschauungsmaterial (z. B. Bilder, Broschü­ren) versehener Bericht über Beginn, Dauer, zeitlicher Aufwand, Ziele, Arbeit und Leistungen der Bürgerak­tion, aus dem sich ergeben soll, inwieweit die Bürger­aktion den ein­zelnen Bewertungsmerkmalen nach Nr. 2 ent­spricht; auch sollen die Finanzierung und Folgelasten der Vor­haben dargestellt werden; - die Benennung eines gesetzlichen Vertreters oder einer Ver­trauens­person der Bürgeraktion und einer Stellvertretung (jeweils mit Post­anschrift und Telefonnummer). 1.6 Mit der Teilnahme an dem Wettbewerb willigt die Bürgeraktion in die öffentliche Darstellung ihrer Tätigkeit ein. ~$1(text:b:Bewertung)1$ Für eine Auszeichnung kommen Bürgeraktionen in Betracht, die nach allgemeiner Anschauung von den Beweggründen, der Tätigkeit und der Wirkung her beispielhaft sind. 2.1 Bei der Bewertung der Beweggründe einer Bürgeraktion kommt es ins­besondere darauf an, ob sie vorrangig von uneigennützigen Interessen bestimmt ist und in welchem Umfang sie aus eigener Initiative entwickelt wurde. 2.2 Für die Bewertung der Tätigkeit der Bürgeraktionen sind folgende Merk­male von besonderer Bedeutung: - Art und Dauer der Tätigkeit, - Ideenreichtum, Originalität, - Zahl der Beteiligten (zu trennen nach aktiven und fördernden Mit­gliedern), - zeitlicher und finanzieller Einsatz der Beteiligten, - Übernahme von Lasten oder Pflichten und - erreichte Ziele. 2.3 Für die Bewertung der Wirkung einer Bürgeraktion sind folgende Merk­male von besonderer Bedeutung: - die Förderung der Gemeinschaft, die Hilfe für Mitbürgerinnen und Mitbürger sowie die Selbsthilfe, - die Ausstrahlung in die Öffentlichkeit und - die Vorbildlichkeit der Aktion für ähnliche Aktionen anderer Bürgerinnen und Bürger. ~$1(text:b:Verfahren und Auszeichnung)1$ 3.1 Die Bewerbungen sind $1(text:b:$2(text:i:bis zum 16. Oktober 2009)2$)1$ bei der Stadt Aalen einzureichen. Kontakt: Friedrich Erbacher, Beauftragter für bürgerschaftliches Engagement, Marktplatz 30, 73430 Aalen Bürgeraktionen, die sich für den Wettbewerb im Jahr 2007 beworben haben und nicht ausgezeichnet worden sind, können sich erneut bewerben. 3.2 Der Jury unter Vorsitz des Innenministers gehören Vertreter der Ministerien für Arbeit und Soziales, für Ernährung und Ländlichen Raum, des Kultusministerium, das Umweltministerium, das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst und das Justizministerium angehören sowie je ein von den im Landtag vertretenen Parteien benanntes Mitglied; die kom­munalen Landesver­bände können zusätzlich je ein Mitglied benen­nen. Das Gremium beim Innenministerium, dem Vertreter der Ministerien, der Landtagsfraktionen und kommunalen Landesverbände angehören, ermittelt aus den vorgeschlagenen Bürgeraktionen bis zu 45 auszeichnungswürdige Bürgeraktionen. 3.3Die Preisträgerinnen und Preisträger werden im Rahmen einer Ab­schlussveranstaltung vom Ministerpräsidenten mit einer Urkunde und einer Zinnplakette ausgezeichnet. Die Abschlussveranstaltung findet voraussichtlich im September/Oktober 2010 statt. 3.4 Alle Bürgeraktionen, die am Wett­bewerb 2010 teilnehmen, die Teilnahmevoraussetzungen erfüllen und nicht ausgezeichnet worden sind, erhalten vom Regierungspräsidenten eine Urkunde als Dank und Anerkennung für die Teilnahme.)$