Würdigung für „Landschaftskunst im Aalener Dreieck“ bdla Gartenwelten 2013 – Besondere Orte in Baden-Württemberg am 12. Oktober 2013 in Aalen

Der Bund Deutscher Landschaftsarchitekten (bdla), Landesverband Baden-Württemberg e.V., würdigt im Rahmen seiner Jubiläumsaktion „Gartenwelten 2013 – 100 besondere Orte“ den „Stadteingang Aalen-West - Landschaftskunst im Aalener Dreieck“. Zwei Veranstaltungen finden am Samstag, 12. Oktober in Aalen statt: Um 15 Uhr informieren die Erste Bürgermeisterin Jutta Heim-Wenzler und Prof. Jörg Stötzer auf dem Stadtoval über Stadtentwicklungsprojekte und Landschaftskunst im „Aalener Dreieck“. Ab 17.30 Uhr startet ein gemeinsamer Spaziergang über die Hügel des „Aalener Dreieck“. Prof. Jörg Stötzer erläutert die Landschaftskunst. Treffpunkt ist am THW-Gelände in der Robert-Bosch-Straße 9.

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Zudem wird in diesen Tagen unter tatkräftiger Mithilfe des THW-Ortsverbands Aalen und verschiedener Sponsoren die Landschaftskunst abends illuminiert in Szene gesetzt.

Das vom Landschaftsarchitekten Prof. Stötzer entworfene Projekt wurde von 2000 bis 2001 umgesetzt und im Jahr 2003 mit dem Deutschen Landschaftsarchitektur-Preis ausgezeichnet. Diese gilt Bauherren, Landschaftsarchitekten und alle an der Planung Beteiligten für die damals schon zukunftsweisende und beispielhafte Gestaltung eines Infrastrukturprojekts in der Landschaft.

$(text:b:Künstliche Gestaltung wird zur Kulturlandschaft)$
„Jede Gesellschaft braucht eine funktionierende Infrastruktur“, so heißt es in der gemeinsamer Erklärung „Infrastrukturprojekte in der Landschaft nachhaltig gestalten“, die im Mai 2012 in München auf Initiative des bdla und der Bundesingenieurkammer von 15 Verbänden und Institutionen zur nachhaltigen Gestaltung von Infrastrukturprojekten in der Landschaft veröffentlicht wurde. „Infrastrukturbauwerke sind im besten Fall nicht nur Zeichen von technischen Notwendigkeiten, sondern auch von Fortschritt, Ingenieurkönnen und Nachhaltig-keit. Wenn sie gut geplant und gestaltet wurden, können sie zum Wahrzeichen einer Region und damit Teil einer Kulturlandschaft werden. Infrastrukturen sind eine Gestaltungsaufgabe unserer Gesellschaft...“.
© Stadt Aalen, 07.10.2013

Grundlage: offene Schafweidelandschaft der Schwäbischen Alb

Der Stadteingang Aalen-West zählt laut einer gemeinsamen Erklärung des Bundes Deutscher Landschaftsarchitekten (bdla) und der Bundesingenieurkammer zu den Vorreitern einer nachhaltigen Baukultur. Sie vereinigt Ingenieurskunst, technische Innovation und gestalterische Qualität mit dem Respekt vor der Natur und einem kenntnisreichen und sensiblen Umgang mit der Landschaft. Am Verkehrsknoten "Aalener Dreieck" wurde mit reduzierten Mitteln eine sinnvoll erlebbare und wahrnehmbare landschaftsarchitektonische Gestaltung umgesetzt. Auf einer sogenannten Restfläche die beim Straßenbau "übrig" geblieben ist, wurde das neu entstandene Landschaftsbild bewusst künstlerisch gestaltet. Dabei wurde Bezug auf das kulturhistorische Umfeld und historische Landschaftselemente genommen. Die Gestaltung wurde aus den typischen offenen (Schaf-) Weidelandschaften der schwäbischen Alb heraus entwickelt. Es entstand das Bild von Landschaftsgestaltung durch Tiere: Formung durch Selektion --> Wacholderheiden Formung durch Verbiss --> Kugelige, kompakte Buschformen und Hutewälder Formung durch Akzeptanz --> Einzelbäume und Baumgruppen (Schattenspender) Dies wurde von dem Stuttgarter Landschaftsarchitekten Prof. Jörg Stötzer künstlerisch interpretiert und an drei Hügeln gestalterisch umgesetzt. Es wird dabei kein Hehl aus der Künstlichkeit der Landschaft gemacht, sie wird sogar mit einer besonderen Klarheit betont. Mit der Würdigung wird das Landesprogramm in die Sammlung von 100 besonderen Orten und Projekten eingereiht, die in jedem Bundesland für das Jubiläum „100 Jahre bdla“ ausgewählt wurden. In dem neuen bdla Webportal www.landschaftsarchitektur-heute.de sind diese Projekte, so auch der Stadteingang Aalen - Landschaftskunst im Aalener Dreieck“ mit interessanten Informationen und weiterführenden Details zu den Veranstaltungen verzeichnet. Informationen zum Aalener Projektbeitrag finden sich auch auf der städtischen Homepage $(link:i:155684|aalen.de|_top)$. $(table:2:[][Daten + Fakten:]{Idee:}{Stadt Aalen Bürgermeister Manfred Steinbach mit Grünflächen- und Umweltamt}{Entwurf:}{Prof. Jörg Stötzer, Stuttgart}{Planung:}{Stötzer und Neher Landschaftsarchitekten, Stuttgart / Sindelfingen}{Bauherr:}{Bundesrepublik Deutschland, vertreten durch Straßenbauamt Ellwangen, Bauleitung Schwäbisch Gmünd}{Bauzeit:}{2000 – 2001}{Fläche:}{15 ha})$