Würdigung von Bürgeraktionen

Oberbürgermeister Martin Gerlach hat die Bürgeraktionen „Rettet das Taufbachtal“ und „Netzwerk für Kinder e.V.“ am Donnerstag, 30. September 2010 für ihr großes Engagement auf kommunaler Ebene ausgezeichnet

Ende 2009 hatte die Landesregierung einen Wettbewerb für kommunale Bürgeraktionen ausgeschrieben. Mit der Auszeichnung sollten vorbildliche Leistungen von Bürgerinnen und Bürgern auf kommunaler Ebene im Dienst der Gemeinschaft öffentlich anerkannt werden.

Oberbürgermeister Martin Gerlach überreichte den Bürgeraktionen „Rettet das Taufbachtal“ und „Netzwerk für Kinder e.V.“ als Dank und Anerkennung eine Urkunde im Namen von Regierungspräsident Johannes Schmalzl.

Das Stadtoberhaupt lobte das vorbildliche Engagement zum Wohle der Allgemeinheit. Auch wenn es beim landesweiten Wettbewerb nicht ganz auf das Treppchen gereicht habe, verdiene der Einsatz öffentliche Anerkennung. Die Urkunde solle Motivation für die weitere Arbeit sein.
© Stadt Aalen, 05.10.2010
Dr. Annette Speidel, Sprecherin der Bürgerinitiative $(text:b:„Rettet das Taufbachtal“)$ macht sich seit Jahren für den Erhalt des Naherholungsgebietes stark. Sie drückte nochmals ihre Enttäuschung darüber aus, dass der Bebauungsplan Windmühlenstraße nicht verhindert werden konnte. „Wir fühlen uns nach wie vor für das Gebiet verantwortlich und werden uns mit dem erworbenen Sachverstand als Wächter des Taufbachtals gegen jede weitere Bebauung einsetzen.“ Oberbürgermeister Gerlach versicherte, dass die Bebauung im Bereich Windmühlenstraße der Abrundung und Nachverdichtung gedient habe und nicht geplant sei, darüber hinaus das Taufbachtal zu bebauen. Die Bürgeraktion setzt sich seit 1981 aktiv für den Erhalt des Naturgebiets im Bereich der Windmühlenstraße ein. Sie sieht sich als Schnittstelle zwischen Bürgern, Verwaltung und Gemeinderat. Ziel ist es, das Umweltbewusstsein zu stärken, um das Tal als wichtige Freiluftschneise zu bewahren. Vielfältige Aktivitäten haben dazu beigetragen, über die baulichen Konsequenzen eines Bebauungsplans aufzuklären und das Verantwortungsgefühl für die Umwelt und Natur zu stärken. Das $(text:b:„Netzwerk für Kinder e.V.“)$ widmet sich der Interessenvertretung aller Kinder, Jugendlichen und Familien in Aalen. Seit 2008 verfolgt der gemeinnützige Verein das Ziel, gebündelt über die vielfältigen Angebote für Kinder und Jugendliche zu informieren. Außerdem sollen durch Vernetzung und Kooperationen aller Engagierten gemeinsam die Lebensbedingungen der Kinder und Jugendlichen in Aalen verbessert und ein kinderfreundlicheres Lebensumfeld gefördert werden. Als zentrale Anlaufstelle werden Anregungen und Probleme aufgenommen und zielorientiert im Netzwerk nach einer Lösung gesucht. Der junge Verein hat sich durch Aktionen wie „Notinsel“, der Organisation eines Kinderfestes in der Innenstadt oder eine Wunschzettel-Aktion für ein kinderfreundliches Aalen bereits sehr verdient gemacht. Aktuell befasst sich das Netzwerk mit der Optimierung von Schulwegen. „Wir haben in einem konstruktiven Gespräch mit der städtischen Straßenverkehrsbehörde mögliche Gefahrensituationen in den Schulwegplänen erörtert, die nun überprüft werden. Wir streben hier eine langfristige Zusammenarbeit an und werden Anregungen von Eltern gebündelt an die Verantwortlichen weiterreichen“, erklärt die Vorsitzende des Netzwerks Susanne Fouquet. Nähere Informationen sind unter $(link:e:http://www.netzwerkfuerkinder.de|www.netzwerkfuerkinder.de)$ zu finden.