Zentrale Gedenkfeier zum Volkstrauertag

Zum Gedenken an die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft begrüßte Oberbürgermeister Martin Gerlach am Morgen des Volkstrauertages zahlreiche Besucher zur zentralen Gedenkfeier.

Musikalisch umrahmt vom städtischen Orchester und dem Kolpingchor Aalen legten das Stadtoberhaupt mit Landrat Pavel, den Landtagsabgeordneten und Vertretern der Wischauer Sprachinsel, der Reservistenkameradschaft, der Bundeswehr und des VdK Kränze am Mahnmal nieder.
In seiner Begrüßung dankte Gerlach allen Beteiligten, welche die Tradition in Erinnerung an die Toten und als Mahnung an künftige Generationen lebendig erhalten. Noch tief beeindruckt von der Reise in die Wischauer Sprachinsel hob er besonders den Beitrag der Wischauer für Aussöhnung, Frieden und Verständigung hervor.
© Stadt Aalen, 14.11.2010

Weltfrieden soll keine Utopie bleiben

"Alles hat seine Zeit" zitierte Ulla Hausmann in ihrer Ansprache aus der Bibel. Auch heute noch, 61 Jahre nach Kriesgende, konzentriere sich im Volkstrauertag das Leid. "Wir erinnern uns und trauern mit den Angehörigen". Der Tag verpflichte aber auch die Lebenden zum Handeln, so ihr Appell. Werteorientierung und Friedenserziehung beginne in der Familie und müsse in der Schule fortgesetzt werden, weltweit. Konflikte sollten im Dialog gelöst werden, unabhängig von Kultur, Hautfarbe, Religion oder nationaler Zugehörigkeit. "Dann ist der Weltfrieden keine Utopie". Gemeinsam mit Jugendlichen sprach die Gemeindereferentin Angelika Keßler von der katholischen Kirchengemeinde St. Maria das Gebet und die Fürbitten.