Aalen will fünf Schulzentren als zweite Säule neben den Gymnasien etablieren

Künftig soll es in Aalen neben den drei etablier-ten Gymnasien fünf Schulzentren geben: Wasseralfingen, Unterkochen, der Galgenberg ,die Uhland-Realschule und die Hofherrnschule sollen künftig die zweite Säule der weiterführenden Schulen in Aalen bilden. Damit wollen Oberbürgermeister Thilo Rentschler und Schulbürgermeister Wolf-Dietrich Fehrenbacher die Schulversorgung für die gesamte Stadt sicherstellen.

Ziel der Schulentwicklungsplanung Aalen, an der in fünf Arbeitsgruppen projektbezogen mit den Beteiligten derzeit gefeilt wird, ist die Sicherung der Schulstandorte in der Flächenstadt. „Wir müssen dafür sorgen, dass die Schule für alle Stadtteile gut erreichbar ist und die Bildungsqualität gewährleistet bleibt“ gibt OB Rentschler die Richtung vor. Die bisherigen Planungen gehen davon aus, mittelfristig ein mindestens zwei-, besser dreizügiges Angebot an insgesamt fünf Schulzentren  für die zweite Säule vorzuhalten.

Eine Projektgruppe arbeitet bereits an dem Konzept für die weiterführenden Schulen und bezieht sich dabei auf die genannten fünf Standorte. Berücksichtigung findet die demografische Entwicklung, die mittelfristig von rund 600 Schülern ausgeht. Zieht man die Hälfte für die Gymnasien ab, bleiben ca. 300 für die fünf Schulstandorte mit je zwei bis drei Klassen pro Klassenstufe. Berücksichtigt werden soll zudem , dass die Bohlschule in der Hofherrnschule aufgeht. Und auch für die Themen Integration und Inklusion könnten an den weiterführenden Schulen ausreichend Kapazitäten zur Verfügung stehen.

Wie sich diese Schulzentren inhaltlich aufstellen , ob als Gemeinschaftsschule, im Verbund oder in Form einer intensiven Kooperation, das wird der konstruktive Dialog aller Beteiligten ergeben. An den Entwicklungen beteiligt sind das Schulamt, die Rektoren, die Schulkonferenzen mit Elternvertretern und älteren Schülervertretern, die Stadt als Schulträger und der Gemeinderat. Wie gut das funktionieren kann, zeigen erfolgreiche Beispiele in der Region. OB Rentschler verweist auf die Gemeinschaftsschule in Essingen. „Werkrealschulen, die sich frühzeitig auf den Weg gemacht haben, haben sich erfolgreich etablieren können“.

Bislang liegt der Stadt erst ein Antrag auf Einrichtung einer Gemeinschaftsschule vor. In Abstimmung von  Gesamtlehrerkonferenz und Schulkoferenz hat die Hofherrnschule den Antrag an den Schulträger eingereicht. „Das ist ein wichtiger Schulstandort“ betonen OB Rentschler und Schulbürgermeister Fehrenbacher. „Er deckt den Bereich Hofherrnweiler Unterrombach und das Welland mit rund 15.000 Einwohnern ab.“ Ein umfassender Schulgipfel ist in Vorbereitung.

© Stadt Aalen, 01.04.2014