Aalener helfen in Afrika - Lichtblicke für Malawi

In den folgenden Wochen werden Afrikaprojekte Aalener Organisationen vorgestellt, die im Rahmen der WM-Aktion der Stadt Aalen „Aalener helfen Afrika“ finanziell unterstützt werden. Mit 8.000 Euro der erzielten Spenden werden im Gastgeberland afrikanische notleidende Kinder von einem internationalen Ärzteteam behandelt. Alle weiteren Spenden gehen zu gleichen Teilen an die Aalener Afrika-Projekte. Jede Spende kommt direkt und ohne Abzug bei den afrikanischen Partnern der Aalener Organisationen an. Hilfe, die wirkt!

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Malawi heißt im Volksmund das „warme Herz Afrikas“. Mit viel Herz unterstützen Studenten der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Aalen seit über zehn Jahren das afrikanische Land, das eines der ärmsten der Welt ist. Nach dem Aufbau einer augenoptischen Werkstatt kümmert sich der Studiengang Augenoptik und Hörakustik um die Ausbildung der Mitarbeiter und die Wartung der Geräte und Maschinen. Die weiße Wand der kleinen Werkstatt im fernen Malawi ist voll von Fingerabdrücken. Hinterlassen haben sie Gäste aus Aalen. Gäste, die in die Optikwerkstatt von Nkhoma kamen, um zu helfen. Alle sind Mitarbeiter oder Studenten der Hochschule Aalen. Sie unterstützen ein Hilfsprojekt, das seinerzeit Reinhard Liebhäußer, Labormeister der Augenoptik mit ins Leben gerufen hat. Ursprung des Hilfsprojekts war die Diplomarbeit eines Studenten der HTW 1997, in der die augenoptische Versorgung im südlichen Afrika untersucht wurde. Dabei stieß der Student auf das Missions- Hospital in Nkhoma. Die Christoffel Blinden Mission hatte dort eine Augenklinik eingerichtet mit dem Ziel, Blindheit vorzubeugen oder, wenn möglich, sie zu behandeln. In Malawi war es damals nur sehr eingeschränkt möglich, notwendige Sehhilfen herzustellen. Alle Arbeiten wurden von Hand verrichtet. Aus diesem Grund entstand die Idee, eine funktionierende Werkstatt in der Mission einzurichten. Mit Hilfe und Unterstützung der deutschen Optikindustrie und der HTW richteten der Labormeister Reinhard Liebhäußer und eine Studentin 1998 die Werkstatt ein.
© Stadt Aalen, 16.02.2010