Einweihung der neugestalteten Limesmuseumsanlage

1,5 Millionen Euro investiert und attraktiver archäologischer Park geschaffen

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„Die im Juli 2005 vorgenommene Aufnahme des Limes in die Liste der UNESCO Weltkulturerbe wird zu einer wesentlichen Steigerung der Besucherzahlen im Limesmuseum in Aalen führen. Das um 1,5 Millionen Euro erweiterte Limesmuseum mit seinem Archäologischen Park erfüllt künftig die Anforderungen eines zentralen, modernen Informationszentrums am UNESCO Weltkulturerbe“, stellte Dr. Eberhard Schwerdtner, Erster Bürgermeister der Stadt Aalen, bei der Vorstellung des Programms zur Einweihung vom 9. bis 11. September 2005 fest. Die Kosten übernimmt die Landesstiftung Baden-Württemberg mit knapp 1,1 Millionen Euro. Die restlichen 400 000 Euro trägt die Stadt Aalen. Nach 1981 und 2000 wurde das im Jahr 1964 eröffnete Zweigmuseum des heutigen Archäologischen Landesmuseums Baden-Württemberg zur Vermittlung der Geschichte des Limes und der Römer abermals erweitert. Bei der jetzigen Erweiterung wurde ein Teil einer römischen Reiterbaracke im Maßstab 1:1 originalgetreu rekonstruiert. Es umfasst die Fläche von drei römischen Contubernien, ist demnach 14 Meter lang, zwölf Meter breit und ragt stattliche 9,50 Meter in den Himmel. Das erste Contubernium wurde mit dem Pferdestall als Vorraum und der Soldatenstube mit Herdstelle rekonstruiert. Das zweite und dritte Contubernium wurde dagegen als Werkstatt (fabricia) umfunktioniert, in der auch museumspädagogische Aktionen stattfinden können. Außerdem wurde ein römischer Backofen original getreu nachgebaut.
© Stadt Aalen, 26.08.2005