Energieberatung vom Spezialisten

Weit über 1.000 Besucher fanden am Wochenende den Weg ins Rathaus zu den 12. Infotagen Energie.
Zahlreiche Aussteller informierten zu erneuerbaren Energien und Energieeinsparung. Im Interview sprach Klimaschutzmanager Helke Neuendorff über die 12. Infotage Energie.

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$(text:b:Die 12. Infotage Energie sind am Sonntag erfolgreich zu Ende gegangen. Wie fällt ihre Bilanz zur Veranstaltung aus?)$ Die Veranstaltung war ein voller Erfolg. Wir hatten weit über 1.000 Interessierte, die mit ihrem Anliegen an die Aussteller herantraten. Begeistert hat mich vor allem die Tatsache, dass die meisten Besucher mit Vorkenntnissen kamen und gezielt die Beratung der Spezialisten suchten. $(text:b:Gab es einen Trend zu beobachten, welcher Themenbereich besonders gefragt war?)$ Ein Fokus lag auf dem Thema Heizungspumpe, zudem die Stadt derzeit auch ein Gewinnspiel anbietet. Dank Prof. Dr.-Ing. Martina Hofmann können nun fünf Geldgewinne á 150 Euro an Tauschwillige ausgespielt werden. Ältere Heizungspumpen sind ein extremer Stromfresser. Durch den Tausch kann schon bald eine deutliche Senkung der Stromrechnung festgestellt werden. Neben dem Thema Lüften und Schimmelvermeidung war auch die Nachfrage nach Energiespeicher in diesem Jahr sehr groß. Diese Geräte ermöglichen den eingespeisten Strom selbst zu nutzen, dann wenn dieser im Haushalt auch tatsächlich gebraucht wird. Zur Veranschaulichung waren zwei Energiespeicher auf den Infotagen zu betrachten. $(text:b:Das Thema Energieeffizienz ist seit mehreren Jahren ein zunehmend essentiell werdender Gegenstand der Forschung. Laufend kommen neue Innovationen auf den Markt. In welchem Bereich war in den vergangenen zwölf Jahren der größte Fortschritt zu beobachten?)$ Eindeutig bei der Beleuchtung. Ob im Schlafzimmer, am Schreibtisch oder im Treppenhaus, künstliches erzeugtes Licht macht derzeit acht bis zwölf Prozent der gesamten Stromkosten eines Haushaltes aus. Seit dem Jahr 2009 dürfen schrittweise Lampen mit hohem Stromverbrauch in Europa nicht mehr verkauft werden. Daraufhin ging der Verbraucher weg von der Glühbirne hin zur Energiesparlampe. Die momentan führende Beleuchtungstechnik ist allerdings die Leuchtdiode, denn LED-Lampen machen aus noch weniger Strom viel Licht. Die vielen Veränderungen und die fehlenden Informationen zum Thema der Beleuchtung verbreiten auf Seiten des Verbrauchers Unsicherheit. In diesem Fall wären Beratungsangebote außerhalb der Baumärkte wertvolle Alltagshelfer. Deshalb kann ich mir gut vorstellen, dass wir diesem Thema bei den 13. Infotagen Energie noch mehr Raum geben.
© Stadt Aalen, 28.01.2013