Impulse Inklusion - Auftaktveranstaltung für die Erstellung eines städtischen Aktionsplans

Das Thema Inklusion liegt Oberbürgermeister Thilo Rentschler besonders am Herzen. In einer Auftaktveranstaltung am Freitag, 14. Februar wird der Grundstein für den Aalener Aktionsplan Inklusion gelegt und erste Ideen zusammengetragen. Eingeladen sind alle Akteure der Arbeit mit und für Menschen mit Behinderungen und alle interessierten Bürgerinnen und Bürger. Die Veranstaltung beginnt um 16.30 Uhr im Paul-Ulmschneider-Saal im Aalener Torhaus. Das Impulsreferat hält der Landesbehindertenbeauftragte Gerd Weimer.

(© Stadt Aalen)

„Wir werden eine kommunale Strategie für die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit und ohne Behinderungen in allen gesellschaftlichen Lebensbereichen entwickeln“ beschreibt OB Rentschler das Ziel. „Inklusion wird vor Ort gelebt, in den Ortsteilen und Wohnquartieren, im alltäglichen Lebensumfeld, in Vereinen, Schulen, Kindergärten und Einrichtungen.“  Kommunen sind, wie Bundesländer aufgerufen, Aktionspläne zu erstellen um Inklusion entsprechend der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) zu realisieren.Das Ministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Senioren fördert insgesamt 45 Modellprojekte im Land mit einer Fördersumme von 1,5 Millionen Euro. Für das Projektkonzept „Implementation Inklusion in den Sozialraum“ erhält Aalen einen Zuschuss von knapp 86.000 Euro.

Das Aalener Projekt gliedert sich in drei Phasen

Mit der Auftaktveranstaltung beginnt die Erarbeitung des kommunalen Aktionsplans. Dieser entsteht in einem Bürgerbeteiligungsprozess mit Menschen mit und ohne Behinderung. Aalen kann dabei unter anderem auf die aktive Agenda-Beteiligung und den Beirat für Menschen mit Behinderung setzen. In Anlehnung an die Aktivitäten zum Landesaktionsplan werden die zehn Themen Bildung, Erziehung, Gesundheit, Arbeit, Wohnen, Barrierefreiheit, Kultur, Freizeit und Sport, Persönlichkeitsrechte, Sozialraum und Frühe Hilfen bearbeitet. Ein wichtiger Aspekt sind die unterschiedlichen Sozialräume, zumal in der Flächenstadt die Voraussetzungen von städtischen Quartieren bis hin zu ländlich geprägten Gebieten zu berücksichtigen sind.

Bei der Implementierung und Sensibilisierung für das Thema Inklusion hat die Stadtverwaltung eine besondere Vorbildfunktion. Auf der Grundlage des Aktionsplans soll im weiteren Schritt ein Schulungskonzept für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltung erstellt werden und bestehende Strukturen in Verwaltung und den Gremien überprüft werden. Dieser Prozess soll sich verselbstständigen, so dass die Implementierung der Grundidee Inklusion in der Stadtgesellschaft beginnen kann. Die erarbeiteten Inhalte des Aktionsplans werden stadtteilbezogen mit den Beteiligten und den Ortschaftsverwaltungen umgesetzt.

„Ich bin sicher, dass wir sehr schnell zu guten Ergebnissen kommen und die vielfältigen Angebote in Aalen ganz im Sinne unseres Leitbilds weiter vernetzen und ausbauen können“ lädt Oberbürgermeister Rentschler alle Interessierten zur Auftaktveranstaltung ein.

© Stadt Aalen, 11.02.2014