Obdachlosigkeit verhindern ist das Ziel -Zukunftswerkstatt "Wohnen für sozial Benachteiligte" festigt Netzwerk

Seit gut einem Jahr geht die Stadt Aalen in der Obdachlosenbetreuung neue Wege: weg von der zentralen Unterbringung hin zur individuellen Betreuung und aufsuchenden Sozialarbeit. Verbunden war dieser Paradigmenwechsel mit neuer Zuständigkeit: nicht mehr das Ordnungsamt kümmert sich, sondern das Amt für Jugend, Familie und Soziales.

(© )
"Das Konzept geht auf" fasst Sozialbürgermeister Wolf-Dietrich Fehrenbacher das Ergebnis der Zukunftswerkstatt "Wohnen für sozial Benachteiligte" zusammen. Dazu hatte der Fachbereich beteiligte Ämter, Vereine, Sozialverbände, Wohnungsbauunternehmen und Vertreter von Polizei und Gerichten eingeladen. In Aalen ging die Zahl der betroffenen Haushaltevon 160 auf 105 zurück, das sind insgsamt rund 250 Personen. Von den acht Plätzen im Wohnheim in der Gartenstraße sind sechs belegt, "da es gelingt, 96 Prozent der von Obdachlosigkeit betroffenen oder bedrohten Menschen über die Wohnungsbau Aalen unterzubringen" lobt Fehrenbacher die Zusammenarbeit. "Es war der richtige Schritt, keine zentrale Einrichtung im Pelzwasen zu schaffen", bekräftigt der Sozialdezernent. Die Präventionsarbeit des Obdachlosenbetreuers Matthias Weiss mit niedrigschwelligem Beratungsangebot, informellen Gesprächsgelegenheiten und Anlaufstellen vor Ort im Gmünder Torhaus und in der Düsseldorfer Straße helfe, Obdachlosigkeit zu verhindern. Die zweite, vakante Stelle werde demnächst besetzt. Und natürlich müsse auch in Zukunft darauf geachtet werden, bezahlbaren Wohnraum für das Klientel anbieten zu können. Die Obergrenze für eine Einzelperson liegt bei 243 Euro.
© Stadt Aalen, 03.02.2010