Obergermanisch-Raetischer Limes ist Weltkulturerbe: Deutsche Limesstraße und Aalen warten mit römischen Pfunden auf

Endlich ist es soweit, der Obergermanisch-Raetische Limes, an dem auch Aalen liegt, ist Weltkulturerbe. Die mit Spannung erwartete Entscheidung des Welterbe-Komitees der UNESCO ist im südafrikanischen Durban gefallen. Der Limes ist damit zusammen mit dem Hadrianswall in England Bestandteil eines „Transnationalen Weltkulturerbes“ mit dem Namen „Grenzen des Römischen Reichs“. „Die Aufwertung des Limes als UNESCO-Weltkulturerbe bedeutet für die Deutsche Limesstraße und Aalen Chance und Herausforderung zugleich. Das Besucherinteresse wird stark zunehmen und somit werden die römischen Pfunde, mit denen die Deutsche Limesstraße und Aalen aufwarten kann, in den Blickpunkt der Öffentlichkeit rücken. Aalen und die Deutsche Limestrasse sind gut gerüstet“, sagt Oberbürgermeister Ulrich Pfeifle, der gleichzeitig Vorsitzender der Deutschen Limesstraße und Mitglied der Deutschen Limeskommission ist. „Nicht zuletzt erweitern wir im Hinblick auf die UNESCO-Entscheidung mit 1,5 Millionen Euro derzeit das Limesmuseum.“ Aalen ist mit dem ehemaligen größten Reiterkastell nördlich der Alpen und dem Limesmuseum zentraler Standort entlang des Limes. Das Limesmuseum, das Zweigstelle des Archäologisches Landesmuseum und zugleich größtes Römermuseum Deutschlands ist, bietet eine hervorragende und umfangreiche Ausstellung zum militären und zivilen Leben am Limes. Zahlreiche Sonderveranstaltungen wie Vorträge, Sonderausstellungen und die im zweijährigen Rhythmus stattfindenden Römertage sind eine hervorragende Ergänzung zum museumspädagogischen Programm. Der Obergermanisch-Rätische Limes erstreckt sich über 550 Kilometer hinweg vom Rhein über Lahn und Main zur Donau. Zu sehen sind neben den römischen Relikten, die im Original erhalten sind, Rekonstruktionen, Ausgrabungen und Nachbauten.
© Stadt Aalen, 15.07.2005