Promotionsrecht für Hochschulen stärkt Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort

Baden-Württemberg will als zweites Bundesland nach Schleswig-Holstein den Hochschulen für angewandte Wissenschaften (HAWen) ein eigenes Promotionsrecht zugestehen. „Die Hochschulstadt Aalen begrüßt diese Initiative“ betont Aalens Oberbürgermeister Thilo Rentschler. „Dies bestätigt das Profil der Hochschule Aalen, die zu den forschungsstärksten des Landes zählt.“ Damit werde der Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort gestärkt und die Region für akademische Fachkräfte noch interessanter.

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„Die Novellierung des Hochschulrahmengesetzes ist zukunftsorientiert, weil sie die tatsächliche Entwicklung der Hochschulen berücksichtigt“ so Rentschler. So sei aus der ehemaligen Ingenieurschule Aalen längst eine forschungsstarke, auf Innovation ausgerichtete Hochschule geworden.

Das EU-Leuchtturmprojekt Innovationszentrum, das in diesem Herbst am Hochschulcampus Burren an den Start geht, ist ein Ergebnis dieser Entwicklung. Auch angewandte Wissenschaften forschten systematisch, transparent und mit Hilfe wissenschaftlicher Methoden, die akademisch-wissenschaftlichen Ansprüchen entsprächen. Außerdem sei mit dem Bologna-Prozess bereits die formale Gleichstellung der  Bachelor- und Masterabschlüsse von Universitäten und Hochschulen erfolgt.

„Das ist nun der nächste logische Schritt“ sagt Oberbürgermeister Rentschler. Von dem Promotionsrecht an Hochschulen verspricht er sich  einen positiven Effekt für die Region. „Wir können so erfolgreiche Absolventen und akademischen Nachwuchs stärker an den Standort binden und der demografischen Entwicklung entgegen wirken. Die Region kann jungen Menschen eine weitere berufliche Perspektive bieten. Davon profitieren alle, die Hochschule, die Wirtschaft, die Stadt Aalen und mit ihr die gesamte Region.“

© Stadt Aalen, 12.02.2014