Schubart-Lieder in der St. Johann Kapelle Aalen

Das Haus der Stadtgeschichte veranstaltet am Samstag, 25. Oktober 2008 um 17 Uhr in der St. Johann Kapelle in Aalen einen Liederabend unter dem Titel: $(text:b:C.F.D. Schubart An meiner Handbreit Himmel Lieder eines gefangenen Rebellen)$ Mit Tomoyo Natsuume, Sopran Daniel Schäfer, Bariton Siegfried Großmann, Klavier und Orgel Schubart ist eine der historischen Personen, bei denen das Leben wichtiger zu sein scheint als das Werk. Schubart, der Rebell, der zehn Jahre seines Lebens eingekerkert war und zum Fanal der Freiheit wurde. Es gibt jedoch einen Teil seines Werkes, der seine Biografie in erstaunlicher Dichte abbildet - und das sind seine Lieder. Nachdem Hartmut Schick sämtliche Lieder Schubarts im Jahre 2000 herausgegeben hat, ist es möglich geworden, einen repräsentativen Querschnitt seines Liederschaffens darzubieten. So ist es für die Schubartstadt Aalen sicher ein Ereignis, ein Konzert zu hören, das allein dem Liedschaffen Schubarts gewidmet ist. Denn die vier Teile des Programms beleuchten Schubarts Biografie auf eine neue Weise. Das Konzert beginnt mit Liedern, die sich kritisch mit der Armut, dem Krieg, der Kirche und den Herrschenden auseinandersetzen, denn diese Kritik ist mit dafür verantwortlich, dass Schubart ins Gefängnis kam. Der zweite Teil umfasst Lieder, die sich speziell mit der Situation der Haft beschäftigen. Aus einem von ihnen, „An den Mond“, stammt das Zitat „An meiner Handbreit Himmel“. Die Lieder über Liebe und Leben und die heiteren Lieder bilden die beiden letzten Teile des Konzerts. Sie sind wohl ein Versuch, in der Situation des Eingesperrtseins zu überleben, und es ist erstaunlich, dass Schubart dabei seinen Humor nicht verloren hat. Das Konzert „An meiner Handbreit Himmel“ ist eine zu Herzen gehende Biografie Schubarts, die zeigt, wie zeitgemäß seine Botschaft der Freiheit und Gerechtigkeit auch heute noch ist.
© Stadt Aalen, 15.10.2008