Start-Up-Unternehmen am Innovationszentrum

Auf dem Campus Burren wächst der Bau des Innovationszentrums. Zu den Reichsstädter Tagen wird das Gebäude feierlich eingeweiht. Seit eineinhalb Jahr ist der Innovationsmanager Gerhard Subek im Amt und knüpft erfolgreich an dem Netzwerk Wirtschaft, Hochschule und Region. Schon heute stehen drei Jungunternehmen am Start, die nach Fertigstellung in das Innovationszentrum einziehen werden.

(© Innovationszentrum Aalen)

„Die Strahlkraft des EU-Leuchtturmprojekts ist enorm. Das Modell hat sich bewährt und die Struktur aus Träger- und Förderverein mit den regionalen Partnern ist vorbildlich. Ich habe viele Anfragen aus anderen Regionen Deutschlands“ berichtet der Innovationsmanager. Der sehr gute Ruf beruht auf dem hervorragenden Miteinander von Hochschule, Stadt und Region, der IHK, namhaften Industrieunternehmen und nicht zuletzt Motor Landrat Pavel.


So haben sich in den vergangenen Monaten bereits zwei junge Unternehmen gegründet, die übergangsweise im Technologiezentrum untergekommen sind. Michael Schmid, Student der Medieninformatik an der Hochschule Aalen und Alexander Bender mit abgeschlossenem BWL-Studium an der Dualen Hochschule Heidenheim haben das Unternehmen Mindbabble gegründet. Sie arbeiten an einer neuen Art von sozialem Netzwerk, in dem ähnlich wie bei Diskussionsforen Inhalte im Vordergrund stehen und neu strukturiert werden. Die Navigation funktioniert wie eine MindMap. Das Start-Up- Unternehmen hat 2013 den ersten Platz im Businessplanwettbewerb der Kreissparkasse Ostalb gewonnen und Aussicht auf ein Exist-Förderstipendium für Existenzgründer des Bundeswirtschaftsministeriums.

Spiele zu römischer Geschichte rund um Aalen, 3D-Stadtrallyes und Rollenspiele für Smartphones entwickeln die Rubberplant Studios . Die Firma, die das mit der Stadt erarbeitete Konzept noch in den Übergangsräumlichkeiten im Technologiezentrum umsetzt, gründet sich Ende Februar. Gründer sind fünf Absolventen und Studierende der Hochschule Aalen: Thorben Heinrichs, Nele Unland, Olav Strehl, Mathias Nutz und Andreas Friedel. Auch sie haben Aussicht auf ein Exist-Gründerstipendium.
Das dritte Unternehmen am Innovationszentrum ist die GTA-Gießerei Technologie Aalen GmbH. Die Gesellschafter Dr. Alexander Baesgen, Prof. Lothar Kallien und Thomas Weidler bieten Gießereien, Zulieferern und Gussanwendern Entwicklungen und Dienstleistungen in Eisen- und NE-Metallguss. Dafür nutzen sie das Gießereilabor der Hochschule Aalen.

(© Innovationszentrum Aalen)

Innovationsmanager Subek vermittelt auch Projekte zwischen Industrie und Hochschule am neuen Innovationszentrum. Im Auftrag von Unternehmen werden Bachelor-Arbeiten an der Hochschule erstellt. „Außerdem haben wir vier konkrete Projekte in Vorbereitung, für die sich Firmen im Innovationszentrum einmieten können“ erläutert Subek.


Auf ihn kommen aber auch Studierende mit Gründungsideen zu. „Aus zehn Kontakten resultieren vielleicht zwei konkrete Projekte“. Wenn Synergien mit der Hochschule fehlen, dann vermittelt Subek die jungen Gründerinnen und Gründer schon mal an das Wirtschaftsinformationszentrum, wie aktuell in drei Fällen. „Auch das sind gute Netzwerke für die Wirtschaft in der Region“.

© Stadt Aalen, 21.01.2014
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