Weihnachtsgruß von OB Martin Gerlach

„Aufsteigerstadt Aalen“ – welches Schlagwort könnte die Rückschau besser zusammenfassen als dieser Slogan?

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Liebe Mitbürgerinnen, liebe Mitbürger, Der VfR Aalen ist im Frühsommer in die 2. Bundesliga aufgestiegen und bereitet seitdem den Aalenern und den Menschen in der ganzen Region große Freude. Daher rührt auch der Begriff „Aufsteigerstadt“. Aber nicht nur sportlich sind wir aufgestiegen, nein, wir können 2012 auch eine Trendwende in der Bevölkerungsentwicklung Aalens beobachten. Die wachsende Zahl der Menschen, die nach Aalen zieht, ist für mich der wichtigste Indikator und er zeigt mir, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Aalen entwickelte sich 2012 weiterhin hervorragend. Wir sind als Einzelhandelsstandort, aber auch bei Gewerbe und Industrie eine gefragte Stadt. Private Investitionen sichern Arbeitsplätze und stärken das Steueraufkommen, mit welchem wir wiederum die notwendige öffentliche Infrastruktur vorhalten. „Im Quadrat III“ konnte Richtfest feiern, die Firma Jedele hat im 100. Jahr des Bestehens im Dauerwang neu gebaut, Decathlon hat sich ebenfalls im Dauerwang angesiedelt, das IBIS Styles Hotel am Ellwanger Torplatz beherbergt seit September Gäste direkt am Eingang zur Innenstadt und die Bahn hat den Bahnhof mit Aufzügen ausgestattet. Alle diese sichtbaren Investitionen werden von vielen weniger sichtbaren in den Unternehmen flankiert und zeigen, dass Aalen attraktiv ist. $(text:b:Zukunft für die Bürgerschaft)$ Die Stadt hat ebenfalls in ihre Zukunft und die Zukunft ihrer Bürgerschaft investiert. Zu den Reichsstädter Tagen konnte ich jeweils den ersten Spatenstich zum Bau des Innovationszentrums und zur Erweiterung des Kopernikus-Gymnasiums setzen. Ebenfalls in Wasseralfingen haben wir Mitte November die Erweiterung der Karl-Keßler-Realschule gefeiert. Der Gemeinderat hat mit seinem Votum zum Kauf des Stadtoval-Geländes den Weg geebnet für eine Stadtentwicklung aller erster Güte. Auch die Wettbewerbsergebnisse zur Entwicklung des Areals zwischen Stadtgarten, Mercatura und ZOB stimmen hoffnungsfroh. Das Gesicht Aalens wird sich an dieser Stelle positiv entwickeln und Gäste, die am Bahnhof ankommen, finden künftig eine einladende Situation vor. 2012 war aber auch ein Jahr der Jubiläen und Geburtstage. 25 Jahre Partnerschaft mit Tatabánya, 100 Jahre Schulgebäude Schubart-Gymnasium, 100 Jahre Christuskirche in Unterrombach, 100 Jahre SV Germania Fachsenfeld, 675 Jahre Schloss Wasseralfingen, 30 Jahre Stiftung Schloss Fachsenfeld, 75 Jahre Schubart-Jugendherberge, 25 Jahre A 7, 25 Jahre Tiefer Stollen – es gab viele stolze Jubiläen in Aalen und den Teilorten. Für mich ist dies ein Zeichen von Traditionsbewusstsein und tiefer Identifikation der Menschen mit ihrer Stadt. Ein Gut, auf das ich ganz besonders stolz bin und ich will die Gelegenheit nutzen, allen zu danken, die diese Feierlichkeiten vorbereitet und würdig begangen haben. Einen Rückschlag haben unsere Hoffnungen erhalten, als Mitte Juni von der Landesregierung eröffnet wurde, dass der Ausbau der B 29 in beinahe unerreichbare Ferne gerückt ist. Einerseits wird damit ein Nachteil für unseren Standort und die hier ansässigen und produzierenden Firmen auf nicht absehbare Zeit festgeschrieben, andererseits quälen sich Tausende von Fahrzeugen heute durch Mögglingen und an Essingen vorbei mit beachtlichem Zeitverlust bis nach Aalen.
© Stadt Aalen, 21.12.2012