Zensus

Zensus 2022
Zensus 2022 (© Stadt Aalen)

Ab dem 16. Mai 2022 wird bundesweit der Zensus 2022 durchgeführt. Hierbei wird ermittelt, wie viele Menschen in der jeweiligen Stadt oder Gemeinde wohnen, wo sie arbeiten und wie sie leben. Die Stadt Aalen hat hierfür extra eine Zensus-Erhebungsstelle eingerichtet. 
Beim Zensus 2022 handelt es sich um einen registergestützten Zensus. Dies bedeutet, dass die benötigten Daten aus unterschiedlichen Verwaltungen ermittelt werden. Ergänzend hierzu werden noch Bürger*innen befragt, die vom Landesamt für Statistik nach einem Zufallsprinzip ausgewählt wurden. Etwas mehr als 10 Prozent der Einwohner*innen in Deutschland werden befragt, für Aalen wurden ungefähr 5.100 Bürger*innen ausgewählt. Dies entspricht ca. 1.000 Anschriften. In Wohnheimen und in Gemeinschaftsunterkünften findet eine Vollerhebung statt.
 

Zu den Aufgaben der Zensus-Erhebungsstelle gehört sowohl die Anwerbung, Schulung und Betreuung von Erhebungsbeauftragten als auch die Bildung von Erhebungsbezirken. Nach Abschluss der Interviews durch die Erhebungsbeauftragten kümmert sich die Erhebungsstelle um die Kontrolle der Erhebungsunterlagen und Weiterleitung der Daten an das Statistische Landesamt Baden-Württemberg und nimmt Kontakt mit Auskunftspflichtigen auf. Leiterin der Erhebungsstelle ist ab dem 1. November 2021 Paulina Sieg. Die stellvertretende Leitung übernimmt Lisa Krejcir ab 1. Januar 2022.

Der Zensus, umgangssprachlich bekannt als Volkszählung, ist eine bundesweite Zählung sowohl der Bevölkerung als auch der Gebäude und Wohnungen. Die Zählung findet alle zehn Jahre statt und wird durch die Statistischen Ämter des Bundes und der Länder durchgeführt. Ursprünglich ist der Zensus für 2021 geplant gewesen. Wegen der Corona-Pandemie wurde er aber um ein Jahr verschoben.

Viele Entscheidungen, die von Bund, Ländern und Kommunen, aber auch in der Wirtschaft zu treffen sind, beruhen auf Bevölkerungs- und Wohnungszahlen. Diese Erhebungen ermöglichen eine zukunftsorientierte Gestaltung der Wirtschaft, des sozialen Zusammenlebens als auch gesetzlicher Regelungen. Dabei spielen unterschiedliche Fragen eine Rolle, u. a.: Wie viele Menschen leben in Städten, Gemeinden, Landkreisen? Gibt es genügend Wohnraum für alle Bürger*innen? Sind ausreichend Schulen und Altenheime vorhanden? Auf welche Fortbewegungsmittel sind die Bürger*innen angewiesen? In welche Bereiche muss der Staat investieren? Durch die Erhebung dieser Daten wird festgestellt, wie die Menschen in Deutschland leben, wohnen und arbeiten. Dies ermöglicht dem Staat, die richtigen Schritte zu unternehmen, um das Leben der Bürger*innen zu verbessern.

In Landkreisen und kreisfreien Städten werden kommunale Erhebungsstellen eingerichtet. Diese koordinieren die Befragungen, rekrutieren die Erhebungsbeauftragten und sind mit der Kontrolle der Erhebungsunterlagen betraut. Für die Erhebungen des registergestützten Zensus 2022 wird auf die bereits bestehenden Verwaltungsregister zurückgegriffen, so dass in erster Linie die Melderegister die Daten an die Statistischen Ämter zur Verfügung stellen.

Es kommt jedoch immer wieder zu Unstimmigkeiten in den Melderegistern. Um solche Fehler zu bereinigen, wird ab Mai 2022 ein Teil der Bevölkerung auf Stichprobenbasis zusätzlich befragt. Die Auswahl der zu befragenden Haushalte erfolgt durch das Zufallsprinzip und wird den Kommunen vorgegeben und von diesen dann auch durchgeführt. Für die ausgewählten Haushalte besteht eine gesetzliche Auskunftsverpflichtung. Weiter finden Befragungen in Wohnheimen (z.B. Studierendenwohnheime) und Gemeinschaftsunterkünften (z.B. Altenheime) statt. In diesen Einrichtungen sind die Melderegisterdaten aufgrund hoher Fluktuation häufig ungenau. Auch hier können durch die Befragung Unstimmigkeiten bereinigt werden.

Zusätzlich dazu findet die Gebäude- und Wohnungszählung statt, bei der bundesweit alle privaten Eigentümer von Wohnungen und Gebäuden mit Wohnraum befragt werden, ebenso gewerblich tätige Mehrfacheigentümer und Verwalter. Weitere Informationen zur Gebäude- und Wohnungszählung finden Sie unter www.zensus2022.de/DE/Wer-wird-befragt/GWZ/_inhalt.html.

Für die Stadt Aalen haben rund 50 Erhebungsbeauftragte die Befragungen zum Zensus 2022 durchgeführt. Insgesamt war die Resonanz der Auskunftspflichtigen positiv. Die meisten Bürger*innen haben auf die Kontaktaufnahme der Erhebungsbeauftragten reagiert und an der Befragung über den eigenen Haushalt teilgenommen. Nur ein kleiner Anteil konnte nicht angetroffen werden oder hat die Aussage verweigert. Diese Personen müssen nun mit einem Mahnverfahren und im schlimmsten Fall mit einem Zwangsgeld rechnen. Sollten Sie hierzu Fragen haben, dürfen Sie sich gerne an die Zensus-Erhebungsstelle unter den unten aufgeführten Kontaktdaten wenden.

Der Stadt Aalen ist es wichtig, auf den besonderen Datenschutz beim Zensus hinzuweisen. Die erhobenen Daten werden vom Bundesamt für Statistik anonym ausgewertet, weshalb ein Rückschluss auf einzelne Personen nicht möglich ist. Die Daten werden auch intern nicht weitergegeben.

Weitere Informationen können Sie der Webseite des Statistischen Bundesamtes entnehmen.

Kontakt

Leitung der Erhebungsstelle Zensus 2022
Paulina Sieg
Stadt Aalen
Erhebungsstelle Zensus 2022
Gmünder Str. 13
73430 Aalen
Telefon: 07361 52-2338
Email: zensus@aalen.de

Stellvertretende Leitung der Erhebungsstelle Zensus 2022
Lisa Krejcir
Stadt Aalen
Erhebungsstelle Zensus 2022
Gmünder Str. 13
73430 Aalen
Telefon: 07361 52-2342
Email: zensus@aalen.de

Persönliche Vorsprachen sind nur nach vorheriger Terminvereinbarung möglich.