Am 18. Dezember wurde der langjährige Kulturamtsleiter Dr. Roland Schurig feierlich in den Ruhestand verabschiedet. Oberbürgermeister Frederick Brütting würdigte sein Engagement und die „beeindruckende und ereignisreiche Berufslaufbahn“ Schurigs.
OB Brütting blickte auf den Werdegang Schurigs zurück, der seine Laufbahn bei der Stadt Aalen 1995 als Leiter des Stadtarchivs begonnen hatte. Eine Stelle, die er 18 Jahre lang begleitete. Unter seiner Leitung seien zahlreiche Publikationen, Forschungsarbeiten und Bildbände zur Stadtgeschichte sowie Jubiläumsausstellungen und innovative Projekte entstanden. Neben Großprojekten wie der Aufarbeitung der Aalener Wochenschauen sei besonders sein Beitrag zur Aufarbeitung des Nationalsozialismus in Aalen erwähnenswert.
Zusätzlich zur Archivarbeit war Schurig auch für die Betreuung der städtischen Museen verantwortlich. Darüber hinaus engagierte er sich viele Jahre als Geschäftsführer des Geschichtsvereins Aalen.
Ab 2014 an leitete er das Amt für Kultur und Tourismus, später das Kulturamt bis zu seinem Ruhestand. Im Zuge dessen war er auch verantwortlich für Veranstaltungsformate wie die Reichsstädter Tage, das Internationale Fest oder zuletzt den Reichsstädter Advent.
Von 2008 bis 2022 übernahm Schurig die Geschäftsführung der Stiftung Schloss Fachsenfeld und verantwortete „als heimlicher Schlossherr“ zahlreiche Ausstellungen und Veranstaltungen in den Räumen des Schlosses. 2023 wurde er zudem Geschäftsführer der Elmerstiftung - eine Position, die er auch weiterhin bekleiden wird.
Oberbürgermeister Frederick Brütting lobte Schurig als jemanden, der „Kunst, Kultur, Geschichte und Tourismus stets als großes Ganzes verstanden“ habe. „Er wusste um die Bedeutung dieser Bereiche für die Identität unserer Stadt und für ihre Strahlkraft weit über ihre Grenzen hinaus.“ Brütting wünschte ihm zum verdienten „Unruhestand“ alles Gute und überreichte Abschiedsgeschenke: Passend zu seiner Verbindung zum Limesmuseum ein Kochbuch mit römischen Rezepten sowie eine Satteltasche für künftige Fahrradtouren.
Auch Personalratsvorsitzender Wolfgang Krauß fand viele lobende Worte für den engagierten und zuverlässigen Einsatz für die Stadt und wünschte ihm im Namen aller Beschäftigten das Beste für den nun beginnenden neuen Lebensabschnitt.
Schurig dankte seiner Frau und seinem Team für die Unterstützung sowie allen Kolleginnen und Kollegen für die vertrauensvolle und gute Zusammenarbeit. Es sei ihm eine Ehre gewesen, dieser Stadt zu dienen. Die Stadtgeschichte werde ihn aber so schnell nicht loslassen, betonte er mit dem Blick auf künftige Projekte, für die er auch gerne wieder ins Stadtarchiv kommen werde.
PNr. 790/2025