Ausgezeichnet: Aalen ist ein Vorbild für Nachhaltigkeit

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung und die Deutsche UNESCO-Kommission zeichnen die Stadt Aalen erneut als herausragende Bildungsinitiativen für nachhaltige Entwicklung aus

Ausgezeichnet: Aalen ist ein Vorbild für Nachhaltigkeit
OB Thilo Rentschler freute sich bei der Gemeinderatssitzung über die von Rudolf Kaufmann und Prof. Dr. Ulrich Holzbaur überbrachte Auszeichnung. (© Stadt Aalen)

Unter dem Motto „Ausgezeichnet“ prämierten Staatssekretär Christian Luft vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und die Präsidentin der Deutschen UNESCO-Kommission (DUK), Prof. Dr. Maria Böhmer, 55 Lernorte, 36 Netzwerke und neun Kommunen für ihr herausragendes Engagement für Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) am 20. November in Berlin. Die Stadt Aalen hat dieses Jahr erneut gezeigt, wie sich BNE in vorbildlicher Weise umsetzten lässt.

Als Vertreter der Stadt Aalen und der Lokalen Agenda 21 konnten der Leiter des Agenda-Büros und gleichzeitig des Amts für Umwelt, Grünflächen und umweltfreundliche Mobilität, Rudolf Kaufmann, sowie der Sprecher des Agendarats der Lokalen Agenda 21 und Nachhaltigkeitsbeauftragter der Hochschule Aalen, Prof. Dr. Ulrich Holzbaur, die Urkunde im „Futurium“ in Berlin entgegen nehmen. 

Direkt aus Berlin kamen sie am 21. November in den Aalener Gemeinderat, um OB Thilo Rentschler und den Stadträten die hohe Auszeichnung zu überbringen. „Ich bin erfreut darüber, dass unsere großen Anstrengungen beim Vermitteln von Ideen und Projekten zur nachhaltigen Entwicklung erneut gewürdigt wurden. Bereits zum fünften Mal seit 2009 wurde Aalen innerhalb von zwei wechselnden Aktionsplänen der UNESCO mit entsprechenden Auszeichnungen bedacht. Durch die 21-jährige Tätigkeit der Lokalen Agenda ist in Aalen ein breites Auseinandersetzen mit Themen der nachhaltigen Entwicklung vorhanden“, sagte OB Thilo Rentschler. Er betonte, dass 2019 deutschlandweit lediglich neun Kommunen mit dieser  Auszeichnung des Ministeriums und der UNESCO-Kommission bedacht worden waren.

Aalen wirkt als Vorbild

In der Laudatio zur Ernennung in Berlin wurden insbesondere das flächendeckende Engagement der Stadt und die Lokale Agenda 21 gewürdigt: „Die Stadt Aalen treibt die Ausweitung und Verstetigung von Bildung für nachhaltige Entwicklung auf kommunaler Ebene in vorbildlicher Weise voran. Alle Ämter der Stadt sind über das Agenda-Büro in BNE-Aktivitäten eingebunden. Der Gemeinderatsbeschluss macht Bildung für nachhaltige Entwicklung zum festen Bestandteil des Leitbilds der Stadt. Die Lokale Agenda 21 Aalen setzt seit 21 Jahren die Bildung und Arbeit für nachhaltige Entwicklung in der Stadt Aalen um. Neben bewährten Themenbereichen wie Energie, Europa, Biodiversität, Mobilität und Schulen wird ein neuer Schwerpunkt auf die Bereiche Jugend und Smart Future City gelegt. Die Kommune hat sich durch die Aalener Agenda-Struktur mit Agenda-Gruppen, Agenda-Parlament, Agenda-Rat und Agenda-Büro kontinuierlich weiterentwickelt und hat eine wirksame Bürgerbeteiligung und Vernetzung der Akteure in der Stadt geschaffen.“

BNE strukturell in der Bildungslandschaft verankert

Seit 2016 zeichnen das BMBF und die DUK bei der nationalen Umsetzung des UNESCO-Weltaktionsprogramms Bildung für nachhaltige Entwicklung einmal im Jahr Bildungsinitiativen aus. Die Auswahl trifft eine Jury bestehend aus Mitgliedern der Nationalen Plattform BNE sowie Vertretern des BMBF, der Freien Universität Berlin und der DUK. Neben Lerninhalt, Methoden und Lernprozessen richten die ausgezeichneten Akteure ihr gesamtes Handeln auf BNE aus. Sie orientieren auch die eigene Bewirtschaftung an Prinzipien der Nachhaltigkeit. Somit tragen sie dazu bei, BNE strukturell in der deutschen Bildungslandschaft zu verankern. Als offizieller Beitrag zum Weltaktionsprogramm stellen sie sich auf der Internetseite des BNE-Portals vor und profitieren vom Austausch in einem breiten Wissens- und Praxisnetzwerk.

Weitere Informationen:

Entwicklung ist dann nachhaltig, wenn Menschen weltweit, gegenwärtig und in Zukunft, würdig leben und ihre Bedürfnisse und Talente unter Berücksichtigung planetarer Grenzen entfalten können. Eine solche gesellschaftliche Transformation erfordert starke Institutionen, partizipative Entscheidungen und Konfliktlösungen, Wissen, Technologien sowie neue Verhaltensmuster. Bildung ist für eine nachhaltige Entwicklung zentral. Sie versetzt Menschen in die Lage, Entscheidungen für die Zukunft zu treffen und abzuschätzen, wie sich eigene Handlungen auf künftige Generationen oder das Leben in anderen Weltregionen auswirken. In der globalen Nachhaltigkeitsagenda 2030 der Vereinten Nationen und dem UNESCO-Weltaktionsprogramm Bildung für nachhaltige Entwicklung (2015 bis 2019) ist die Umsetzung von BNE als Ziel für die Weltgemeinschaft festgeschrieben. Deutschland beteiligt sich mit dem Nationalen Aktionsplan Bildung für nachhaltige Entwicklung, der im Juni 2017 von der Nationalen Plattform BNE verabschiedet wurde. 

Die 2019 ausgezeichneten Initiativen sind zu finden unter: www.bne-portal.de/auszeichnungen 
Bundesministerium für Bildung und Forschung informiert zu BNE: www.bmbf.de/bne 
Bildung für nachhaltige Entwicklung in Aalen: www.aalen.de/bne