Fairleben - Fairsüßen - Fairschenken - Fairhandeln 2018

Postkarten 2018
Postkarten 2018 (© Stadt Aalen)

Fairleben - Quinoa

Fairleben - Quinoa
Fairleben - Quinoa (© Stadt Aalen)

Quinoa ist eine getreideähnliche Pflanze, geschmacklich mit Hirse zu vergleichen. Sie gedeiht auf den kärgsten Böden, in Höhen von 3000 bis 3500 Metern, wo sie tagsüber sengender Hitze und nachts oft eisiger Kälte bis zum Frost ausgesetzt ist. Quinoa wird auch als Wunderkorn der Inkas bezeichnet, denn sie enthält unter anderem einen hohen Anteil an Eiweiß. Das einstige Grundnahrungsmittel in den südamerikanischen Anden hat gegenüber dem Weizen an Bedeutung verloren. Aber in Peru, wo 80 Prozent der Bevölkerung unterhalb der Armutsgrenze leben, und auch in Bolivien ist der Quinoaanbau eine bedeutende Alternative.

Fairer Handel mit Quinoa
Aufgrund mangelnder wirtschaftlicher Aussichten hatten viele Indiofamilien ihre Quinoa- Produktion eingestellt. Dank des Fairen Handels konnten in der Region durch die Verarbeitung und Vermarktung von Quinoa neue Einkommensquellen erschlossen werden.

Rezeptvorschlag: Tortillas mit Zucchini und Sonnenblumenkernen

Zutaten

  • 80 g Quinoa fein gemahlen
  • 1 EL Mehl
  • 1/8 l Milch
  • 1 Ei
  • Salz
  • 100 g Sonnenblumenkerne
  • 2 Zucchini
  • Öl zum Braten
  • 300 g Sanoghurt
  • 1 Bund Schnittlauch
  • Kräutersalz
  • Kleesamen

Zubereitung
Aus Mehl, Milch und Ei einen Teig verquirlen, ca. 1 Stunde quellen lassen. Zucchini waschen, die Enden abschneiden und auf einer groben Gemüseraffel in den Teig reiben. Sonnenblumenkerne anrösten und ebenfalls unter den Teig rühren. Joghurt mit Schnittlauch und den Gewürzen verrühren. In heißem Fett Tortillas backen und mit der Joghurtsoße servieren.

Downloads

Fairsüßen - Kakao

Fairsüßen - Kakao
Fairsüßen - Kakao (© Stadt Aalen)

Kakao war in Amerika frühzeitig als Nahrungs- und Genussmittel bekannt und wurde hochgeschätzt. Die ungesüßten Kakaozubereitungen der Azteken mochten den Europäern jedoch nicht so recht schmecken. Erst nach Zugabe von Honig oder Rohrzucker begann der Siegeszug der Kakaoerzeugnisse in aller Welt.

Kakao auf dem Weltmarkt  
Der Anbau von Kakao ist den Ländern am Äquator vorbehalten. Der Rohkakao wird aber hauptsächlich in den westlichen Industrienationen zu Schokolade und anderen Kakaoprodukten weiterverarbeitet. Im 17. Jahrhundert nur in Apotheken zu haben und den Betuchteren vorbehalten, ist die Schokolade inzwischen vom Luxus- zum Massenartikel geworden: Durchschnittlich 10 Kilogramm davon verspeist ein Bundesbürger im Jahr, und damit sind wir Weltspitze. Der Kakaomarkt ist einer der instabilsten Märkte der Welt, aber selbst bei Preissteigerungen kommt bei den Kleinbauern oft kein kostendeckender Ertrag an, da die höheren Gewinne von Zwischenhändlern abgeschöpft werden.

Rezeptvorschlag: Brownies

Zutaten

  • 300 g Butter
  • 6 Eier
  • 270 g Vollrohrzucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 150 g Bitterschokolade
  • 120 g Mehl
  • 1 TL Backpulver
  • 1 Prise Salz
  • 150 g Cashewnüsse
  • •150 g Zartbitterkuvertüre

Zubereitung
Die Butter, die Eier, den Vollrohrzucker und den Vanillezucker schaumig rühren. Die Bitter-Schokolade im Wasserbad schmelzen lassen und in den Teig rühren. Dann das Mehl mit dem Backpulver und dem Salz in den Teig geben. Die Cashewnüsse grob hacken und unter den Teig mischen. Die Masse auf einem tiefen Backblech verteilen. Im vorgeheizten Backofen bei 180°C (Umluftherd: 160°C) ca. 30-35 Minuten backen.
Zum Abschluss die Zartbitterkuvertüre schmelzen und auf dem ausgekühlten Kuchen verteilen. Den Kuchen in kleine Quadrate schneiden.

Downloads

Fairschenken - Orangensaft

Fairschenken - Orangensaft
Fairschenken - Orangensaft (© Stadt Aalen)

Zitruspflanzen dienten in früheren Zeiten als Heilpflanzen. Neben den Früchten wurden auch Blätter und Blüten arzneilich verwendet. Aus China stammend trat die Orange im 15. Jahrhundert ihren weltweiten Siegeszug an.

Orangensaft in der Weltwirtschaft
Heute ist die Orange nach der Banane die bedeutendste Obstsorte im Welthandel. Rund 80 Prozent des hierzulande konsumierten Orangensafts stammen aus Brasilien. Orangen für die Saftherstellung werden in der Regel auf Plantagen angebaut. Die Kleinbauern und - bäuerinnen werden durch Billigkonkurrenz ins Abseits gedrängt und oft zur Aufgabe ihrer Orangenproduktion gezwungen. Außerdem erhalten Pflückerinnen und Pflücker, die in den Orangenplantagen als Tagelöhner arbeiten, extrem niedrige Löhne.

Der Faire Handel mit Orangensaft
Fairer Orangensaft stammt vor allem aus Früchten, die aus Brasilien, Mexiko und Kuba geliefert werden. Vom Fairen Handel profitieren Kleinbauerngenossenschaften und PlantagenarbeiterInnen gleichermaßen.

Rezeptvorschlag: Käsekuchen mit Orangensaft

Zutaten für 6 Portionen

für den Boden

  • 200 g Mehl
  • 1 TL Backpulver
  • 75 g Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 75 g Butter oder Margarine

für den Belag

  • 500 g Magerquark
  • 150 g Zucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 1 Ei
  • 2 Eigelb
  • 1 Päckchen Puddingpulver(Vanille)
  • 1 Tasse Sonnenblumenöl
  • 1 Tasse Orangensaft
  • 0,5 Liter Milch

Zubereitung
Aus Mehl, Backpulver, Zucker, Vanillezucker, Salz, Ei, und Butter/ Margarine einen Boden kneten. Bei 175°C für 10 Minuten in den Backofen stellen.

Für die Creme Magerquark, Zucker, Eigelbe und Puddingpulver verrühren und mit dem Mixer cremig schlagen. Dann das Öl, den Orangen- oder Multivitaminsaft und die Milch unterrühren (vorsichtig, mit dem Mixer spritzt es ziemlich). Nun die Masse auf den "fertigen" Boden geben und noch mal bei 200°C für ca. 60 Minuten in den Backofen.

Bitte darauf achten, dass die Form dicht ist. Die Masse ist sehr flüssig!

Downloads

Fairhandeln - Kaffee

Fairhandeln - Kaffee
Fairhandeln - Kaffee (© Stadt Aalen)

Kaffee ist der zweitwichtigste Rohstoff im Welthandel, wichtigster Devisengarant für viele landwirtschaftlich orientierte Erzeugerländer, attraktive Steuereinnahmequelle und liebstes Getränk (nicht nur) der Deutschen.

Kaffee in der Weltwirtschaft
Die Kaffeepflanze wächst vorwiegend im tropischen Bereich. In rund 60 Ländern in Mittel-und Südamerika, Afrika und Asien wird Kaffee produziert, 25 Millionen Menschen leben vom Kaffeeanbau. 80 Prozent der Weltproduktion liegt in den Händen von Kleinbauern. Seit 1989 bestimmt das freie Spiel der Marktkräfte das Preisniveau beim Rohkaffee. Der Einstieg vormals nicht produzierender Länder in den Kaffeemarkt, die Einrichtung von Großplantagen durch Regierungen und Konzerne und die daraus resultierende Überproduktion führten in den 90er Jahren zum freien Fall des Kaffeepreises. Auch wenn der Abwärtstrend jetzt gebremst zu sein scheint, liegen die Weltmarktpreise weiterhin unter den Produktionskosten und immer mehr Kleinbauernfamilien müssen ihre Kaffeefarmen und damit ihren Lebensunterhalt aufgeben.

Rezeptvorschlag: Kaffee-Krokant-Mousse

Zutaten

  • 60 g Zartbitterschokolade (geschmolzen)
  • 4 Eidotter
  • 125 g feiner Zucker
  • 1 EL Honig
  • 1 TL Instantkaffeepulver
  • 2 TL Wasser
  • 200 g weiße Schokolade (geschmolzen)
  • 125 g Butter
  • 170 ml Crème double
  • 100 g Krokant
  • Schlagsahne zum Garnieren

Zubereitung
Die geschmolzene dunkle Kuvertüre in einen kleinen Papierspritzbeutel füllen. Spiralige Muster in die Innenseiten von 6 Dessertgläsern spritzen und im Kühlschrank fest werden lassen.
Mit dem Handmixer die Eidotter mit Zucker, Honig und dem im Wasser angerührten Kaffee in einer kleinen Schüssel sehr dick aufschlagen. Die weiße Schokolade zusetzen und glattrühren. In einer anderen Schüssel die Butter mit dem Handmixer schaumig schlagen. Eidottermischung unterschlagen und in eine mittelgroße Schüssel umfüllen. Die Crème double halbsteif schlagen und mit einem Metalllöffel vorsichtig unter die Ei-Schoko-Mischung heben.
50 g Krokant unterziehen und die Mischung in die verzierten Dessertgläser füllen. Mit dem restlichen Krokant und Schlagsahne garniert servieren.

Variation
Anstelle der Zartbitterschokolade kann natürlich auch eine andere Schokoladensorte verwendet werden.

Downloads