Baubeginn für den Waldcampus rückt näher

Erforderliche Rodungsarbeiten im Februar 2020

Der Baubeginn der ersten beiden Gebäude auf dem künftig zentral gelegenen Waldcampus der Hochschule Aalen steht dieses Jahr bevor. Seit längerer Zeit arbeiten die Hochschule und die Stadt Aalen an einer langfristigen Entwicklungskonzeption, um die Attraktivität des Hochschulcampus signifikant zu verbessern und die zentrale Bedeutung der Hochschule für die Stadt Aalen auch städtebaulich sichtbar zu machen.

Lageplan Waldcampus
Lageplan Waldcampus (© Büro BJW)

Neben einem Fakultätsgebäude für die Wirtschaftswissenschaften, Bauherr ist das Land Baden-Württemberg, soll ein weiteres Wohnheim für Studierende mit integrierter Kindertagesstätte entstehen. Das Jugendwerk Aalen plant Wohnräume für 102 Studierende und 8 wissenschaftliche Mitarbeiter sowie eine viergruppige Kindertageseinrichtung für 70 Kinder zu errichten. Damit wird dem Flächendefizit der Hochschule Aalen Rechnung getragen und notwendiger Wohnraum sowie dringend benötigte Betreuungsplätze entstehen. Mittelfristig soll eine neue Mensa als dritter Baustein den Waldcampus komplettieren.

Waldcampus Ansicht Anton-Huber-Straße
Waldcampus Ansicht Anton-Huber-Straße (© Büro BJW)
Waldcampus Ansicht von Westen: Mensa und Fakultätsgebäude
Waldcampus Ansicht von Westen: Mensa und Fakultätsgebäude (© Büro BJW)

Nachdem sowohl die Waldumwandlungsgenehmigung für die Bauflächen des Waldcampus als auch baurechtlichen Entscheidungen für die geplanten Baumaßnahmen vorliegen, ist die Rodung einer Teilfläche zwischen Rombacher und Anton-Huber-Straße als Vorbereitung für die anstehende Bebauung erforderlich.  
Die Rodungsarbeiten sollen in der Zeit zwischen Ende Januar bis Ende Februar 2020 erfolgen. Aufgrund der Durchführung in den Wintermonaten außerhalb der Brutzeit von Vögeln wird eine artenschützende Umsetzung gewährleistet. Auf mögliche Winterquartiere wird dabei Rücksicht genommen.
Neben den baulichen Belangen spielen im Masterplan Hochschule auch die Belange des Rohrwangs eine wichtige Rolle, der Masterplan ist nachhaltig ausgerichtet und berücksichtigt auf besondere Weise die Erfordernisse des Standortumfelds. Die Baukörper im Waldcampus sollen in eine grüne Freiraumstruktur eingebettet werden, damit soll ein Bindeglied zwischen Siedlungs-, Wald- und Naherholungsbereich entstehen. 
Konkret werden die alten Eichenbestände entlang der Rombacher Straße und am westlichen Trauf dauerhaft erhalten und rahmen den künftigen Waldcampus ein. Auch auf dem Campusareal selbst wird eine hohe Anzahl an Bäumen erhalten. Die vorliegende Freiraumplanung des Büros Planstatt Senner sieht im Plangebiet den Erhalt von 50 prägenden Bäumen vor. Die notwendigen Fällungen werden lediglich im Bereich der künftigen drei Gebäude erfolgen. Zudem sind zwischen den Gebäuden als auch entlang der Anton-Huber-Straße Neupflanzungen von 30 Bäumen und weiteren Grünstrukturen geplant. 

Insgesamt soll die Anton-Huber-Straße als zentrale Campusachse für Fußgänger und Radfahrer attraktiver gestaltet werden. Eine Gleichberechtigung der unterschiedlichen Verkehrsteilnehmer, die Attraktivität des öffentlichen Raums sowie die grundsätzliche Verkehrssicherheit sind dabei wichtige Zielsetzungen, damit auf dem Campus der Hochschule tatsächlich eine lebendige und gern genutzte Verbindung entstehen kann. Durch die neuen Gebäude des Waldcampus wird sowohl für die Hochschule Aalen, aber auch für die umliegenden Quartiere in der Stadt und auch die Region Ostwürttemberg ein deutlicher Mehrwert entstehen: Neben neuen Betreuungsplätzen nahe den Wohnquartieren Hüttfeld und Unterrombach stellt der Waldcampus eine dauerhafte Sicherung des Hochschulstandorts in Aalen dar. Die Hochschule Aalen wird als starker Motor des Wissens- und Technologietransfers in der Region Ostwürttemberg weiter gestärkt.

© Stadt Aalen, 17.01.2020