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Die Geburt des Notarztwesens in Aalen

Im vollen Saal des Rettungszentrums Aalen berichtete Dr. Raimund Stehle über fast 40 Jahre Erfahrung als Notarzt im Ostalbkreis.

Vortrag von Dr. Stehle vor 75 Zuschauern. (© Georg Feuerbach/Geschichtsverein Aalen)

Am 11.2., dem Internationalen Tag des Notrufs, begrüßte der neue Vorsitzende Prof. Ulrich Holzbaur nicht nur die Mitglieder des Geschichtsvereins sondern auch viele ehemalige Rettungsdienst‘ler zu einem besonderen historischen Vortrag. Der Referent Dr. Raimund Stehle konnte den zirka 75 Zuhörern nämlich aus fast vier Jahrzehnten Arbeit als Notarzt in Aalen berichten.

Stehle, der 1977 als Anästhesist ins Kreiskrankenhaus Aalen kam, baute den Notarztdienst im Ostalbkreis mit auf und konnte so aus eigener Anschauung über die Probleme der Anfänge berichten und wie sich seitdem die Notfallmedizin entwickelt hat. Die Zuhörer lernten nicht nur die organisatorische Seite und Fragen von Einsatz und Reichweite kennen, sondern auch praktische Seiten beispielsweise zu Hirntod und Reanimation.

Mithilfe selbst gestalteter Zeichnungen und Fotos erinnerte Stehle an spektakuläre und tragische Einsätze – sei es der Zusammenstoß zweier Züge bei Essingen in den 1980er Jahren oder ein überschlagener Reisebus auf der A7 in den 1990er Jahren. Stehle ging dann auch auf die modernen Herausforderungen des Notarztwesens ein: der Standort des neuen Klinikums, die Schwierigkeiten beim Einsatz des Notfallhelikopters sowie die zunehmende Aggressivität gegen Ersthelfer.

Die Zuhörer nahmen wichtige Eindrücke über den Rettungsdienst mit nach Hause. Für die Organisatoren zeigte sich, dass diese Verbindung zwischen Blaulichtorganisationen und Geschichte großes Potential hat und fortgesetzt werden sollte.

© Stadt Aalen, 13.02.2026