Auftakt für die Fortschreibung des Kindertagesbetreuungsplans (AKITA 2030) der Stadt Aalen zum AKITA 2035
Mit dem „Forum Kinderbetreuung Plus“ hat die Stadt Aalen am 22. April den Auftakt für die Fortschreibung ihres aktuellen Kindertagesbetreuungsplans, dem AKITA 2030, gesetzt. Zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter aus der Mitte des Gemeinderats, Ortsvorsteherinnen und Ortsvorsteher, aus Trägerschaft, Fachpraxis und Elternschaft nutzten die Veranstaltung, um sich über aktuelle Entwicklungen und künftige Herausforderungen auszutauschen.
Bürgermeister Schwarzendorfer betonte in seiner Begrüßung die zentrale Rolle der Kinderbetreuung für die Stadt. „Sie ist nicht nur gesetzlicher Auftrag, sondern ein wesentlicher Bestandteil der Daseinsvorsorge, unterstützt Familien und stärkt den Wirtschaftsstandort Aalen.“ Gleichzeitig verwies er auf die großen Fortschritte der vergangenen Jahre. So konnte die Zahl der
Betreuungsplätze von rund 2.170 in den Jahren 2015/2016 auf etwa aktuell 3.100 erhöht werden. Auch der Fachkräftemangel habe sich durch gezielte Maßnahmen spürbar verringert. Wartelisten gebe es aktuell nicht mehr – jedes Kind erhalte einen Platz in der Gesamtstadt Aalen, nicht immer in der Wunsch-Kita, aber meist wohnortnah.
Ein Schwerpunkt der Veranstaltung lag auf den demografischen Veränderungen in Baden-Württemberg und deren Auswirkungen auf die Kindertagesbetreuung, die von Dr. Nele Kaltenbacher vom Kommunalverband für Jugend und Soziales vorgestellt wurde. Sinkende Geburtenzahlen, geringere Zuwanderung und eine alternde Bevölkerung führen dazu, dass die Kinderzahlen künftig zurückgehen werden. Diese Aussagen wurden auch von Tilman Häusser bekräftigt, welcher als freier Statistiker bereits seit vielen Jahren die Bevölkerungsvorausrechnungen für die Stadt Aalen erstellt. Während der Ausbau bislang im Mittelpunkt stand, rücken nun Steuerung und Anpassung in den Fokus.
Auch die Rolle der Träger verändert sich. Dekan Dr. Joachim Kummer und Dekanatsreferent Tobias
Kriegisch als Vertreter der Kirchen verwiesen auf sinkende Mitgliederzahlen und finanzielle Herausforderungen, die strukturelle Anpassungen auch bei den kirchlichen Kinderbetreuungsformen notwendig machen.
Im weiteren Verlauf der Veranstaltung wurde das Verfahren für die Fortschreibung des Kindergartenbedarfsplans vorgestellt. Grundlage ist unter anderem die kleinräumige Bevölkerungsprognose, die eine differenzierte Planung der einzelnen Quartiere ermöglicht.
Zum Abschluss unterstrich Bürgermeister Schwarzendorfer die Bedeutung des gemeinsamen Austauschs: Ziel sei es, auch künftig eine qualitativ hochwertige und bedarfsgerechte Kinderbetreuung sicherzustellen. Die Kinderbetreuung steht vor einem Wandel, der differenzierte Lösungen und eine enge Zusammenarbeit aller Beteiligten erfordert. Das Forum habe dafür einen wichtigen Impuls gesetzt.
PNr. 259/2026