Kita "Sonnenhaus" bleibt in Trägerschaft der Evangelischen Kirchengemeinde

Der Kindergarten „Sonnenhaus“ im Aalener Hüttfeld bleibt nun doch in der Trägerschaft der Evangelischen Kirchengemeinde Aalen. Darüber haben sich Oberbür-germeister Brütting und Dekan Ralf Drescher grund-sätzlich verständigt. Brütting hatte zu einem Gespräch ins Rathaus eingeladen, um die von der Kirchenge-meinde auf Ende Juli 2023 ausgesprochene Kündigung des Kindergartenvertrags für das „Sonnenhaus“ noch-mals zu thematisieren. Als Ergebnis des sehr guten Ge-sprächs hat Dekan Ralf Drescher bekräftigt, dass die Evangelische Kirchengemeinde Aalen die bereits aus-gesprochene Kündigung gerne zurücknehmen würde, sofern sich die Stadt im Bereich der Investitionszu-schüsse bewegt. Dekan Ralf Drescher hat zudem deut-lich signalisiert, dass sich die Kirchengemeinde dann nicht nur die Fortführung des bestehenden Betriebs vorstellen könnte, sondern dann auch großes Interesse bestünde, den Kindergartenbetrieb auch im Kindergar-ten-Neubau auf dem ehemaligen Markuskirchenareal fortzuführen. Die bisher zweigruppig geführte Son-nenhaus-Kita soll um eine weitere Gruppe, auf insge-samt drei Gruppen,  erweitert werden.

Stadt beabsichtigt Neuregelung der Investitionskostenzuschüsse für Kita-Bauprojekte

Im Rahmen der Fortschreibung des Kindergartenbe-darfsplans AKITA will die Stadt den Investitionskostenzuschuss für die freien Kita-Träger, die ein zusätzliches Platzangebot schaffen und bedarfsgerechte Angebote entwickeln, von 70 auf 80 Prozent erhöhen. Dieses Sonderfinanzierungsprogramm (kurz: Sofi) hat Ober-bürgermeister Brütting im Rahmen der KBFA-Sitzung am vergangenen Mittwoch vorgestellt. Vorbehaltlich der Zustimmung des Gemeinderats soll das Sofi-Programm ab 2023 starten. „Wir sind auf das Engagement unserer freien Kita-Träger angewiesen, um unser ehrgeiziges Ausbauprogramm für Aalen zu bewältigen. Das schaffen wir nicht allein“, betonte der Oberbürger-meister. Am Prinzip der Subsidiarität, das heißt, dass die Stadt von eigenen, städtischen Angeboten absieht, soweit andere Träger bereit sind ein bedarfsgerechtes Angebot zu schaffen, wolle man unbedingt festhalten. „Die inzwischen etablierte Trägervielfalt in Aalen wollen wir erhalten.“ Mit der Evangelischen Kirchengemeinde wolle man nun in Ruhe über die weitere Ausgestaltung der Kita-Landschaft im Hüttfeld beraten. Dazu bedürfe es einer engen Abstimmung mit dem städtischen Amt für Soziales, Jugend und Familie. Als Eigentümerin des ehemaligen Markuskirchen-Areals plant die städtische Wohnungsbau dort einen Kindergarten-Neubau zu er-richten, das ehemalige Pfarrhaus und das Gebäude der Kita „Sonnenhaus“ sollen rückgebaut werden.

"Wir sind froh, dass das Sonnenhaus nun in gewohnter Weise den Betrieb fortführen wird, aber selbstverständlich wären wir als Stadt eingesprungen, damit die Kin-der und Eltern auch weiterhin auf ein verlässliches Betreuungsangebot im Hüttfeld zählen können und um dem Personal die Sicherheit des Arbeitsplatzes zu garantieren. Mein Dank gilt Dekan Ralf Drescher, der Evangelischen Kirchengemeinde Aalen und unserem Amt für Soziales, Jugend und Familie für den konstruktiven Fortgang der Gespräche."

OB Brütting
© Stadt Aalen, 18.11.2022