Schulleiter der Blindenschule aus Kamerun im Rathaus

Oberbürgermeister Thilo Rentschler hat Bello Garey, Schulleiter der Blindenschule CPFAM in Maroua, Kamerun und seine Gattin empfangen. Im Rahmen der Förderung lokaler Initiativen aus dem Eine-Welt-Fonds der Stadt Aalen wurde die Blindenschule im Jahr 2013 mit 1.800 Euro unterstützt.

(© Foto: Stadt Aalen)

Oberbürgermeister Thilo Rentschler freute sich über den Besuch des kamerunischen Ehepaares. „Die Stadt Aalen kann stolz darauf sein, bereits seit Jahrzehnten Entwicklungshilfeprojekte lokaler Initiativen zu fördern. Durch die Beziehungen zu Aalener Initiativen und Privatpersonen können wir sicher sein, dass die Hilfe direkt ankommt. Mit jedem Euro kann vor Ort in den Entwicklungsländern ein Vielfaches bewirkt werden. Vieles, das für uns selbstverständlich ist, kann in diesen Ländern nach wie vor nur mit externer finanzieller Unterstützung ermöglicht werden.“

 

Bello Garey, seit seinem zweiten Lebensjahr blind, bedankte sich bei der Stadt Aalen für die Unterstützung. Er berichtete, dass Menschen mit Handicap in Kamerun keine staatliche Hilfe bekommen und ein Leben ohne Perspektive droht. Er konnte mit Unterstützung einer katholischen Ordens-Schwester an einer speziellen Schule für Blinde im Südwesten Kameruns die Realschulreife erlangen. Im Jahr 2000 hat er in seiner Heimatregion die Schule für Blinde, Sehbehinderte und sehende Kinder mit Internat eröffnet, deren Schulleiter er bis heute ist. Mit Unterstützung der Stadt Aalen konnte eine Tierzucht an der Schule aufgebaut werden. Der Verkauf leistet einen wichtigen Beitrag zur Finanzierung der Schule.

 

Begleitet wurde das kamerunische Ehepaar von Christine Seifert, die gemeinsam mit ihrem Bruder die Blindenschule seit Jahren unterstützt und auch den Antrag bei der Stadt Aalen gestellt hatte.

 

Die Blindenschule Maroua, Kamerun, hat 183 Schülerinnen und Schüler, von denen 30 blind sind. Diese leben im Internat an der Schule. Die Blindheit in der Region kommt i.d.R. von in den Fließgewässern brütenden Mücken und von bakterieller Augenentzündung durch die schlechte Wasserqualität.

© Stadt Aalen, 18.03.2016