Stadtgeschichte in Corona-Zeiten

Die Pandemie macht kreativ. So reagiert der Geschichtsverein auf die größte Herausforderung, die der Verein je erlebt hat. Samt neuer Termine und Zusatzangebote.

©Stadt Aalen (© )

Die Corona-Pandemie stellt für den Geschichtsverein – wie für viele Vereine aktuell – eine historische Herausforderung dar. Unser Verein basiert auf Austausch und Gemeinschaft, auf zwischenmenschliches Erleben und Erlernen.

Hier greift uns das Virus in den Grundfesten an. Noch nie war der Geschichtsverein gezwungen, eine Frühlingsfahrt um ein Jahr zu verschieben. Noch nie mussten wir unsere Mitglieder bei vier Veranstaltungen nacheinander auf ein späteres Datum vertrösten.

Das gesundheitliche Wohl von Ihnen ist unser oberstes Gebot. Insofern bitten wir um Ihr Verständnis, wenn wir Ihnen aktuell nicht mitteilen können, ab wann unser Jahresprogramm wieder aufgenommen werden kann. Auf dieser Homepage werden Sie über die neuesten Entwicklungen informiert.

Bis dahin gilt:

  1. Aufgehoben ist nicht aufgeschoben: Die Ausfahrt nach Böhmen mit Frau Dr. Gärtner wird voraussichtlich im Frühjahr 2021 nachgeholt. Der Zeitzeugenabend in der Weidenfeldhalle findet nicht am 12. Mai, sondern am 13. Oktober 2020 um 19 Uhr statt. Der Geschichtsverein bemüht sich zudem, die weiteren ausgefallenen Vorträge und Fahrten im kommenden Jahr nachzuholen.
  2. Alternativprogramm: Wer auch in Corona-Zeiten Stadtgeschichte erleben möchte, dem möchten wir gern die Angebote des Stadtarchivs ans Herz legen.
    • Ausstellung Umbruch Ost: Noch bis 1. Juni ist die Open-Air-Ausstellung „Umbruch Ost: Lebenswelten im Wandel“ auf dem Rathausvorplatz zu sehen. Die Ausstellung beleuchtet das Leben der Ostdeutschen nach der Wende. Stadtarchivar Dr. Georg Wendt hat diese Schau der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur mit sechs Tafeln ergänzt, die mit zahlreichen Fotos die Geschehnisse in Aalen beleuchten. Achten Sie bitte beim Besuch auf ausreichend Abstand zu Ihren Mitbürgern!
    • Podcast „Briefe von Willi“: Unser Stadtarchivar produziert seit 31. März einen Podcast, also ein digitales Hörspiel, das das Leben des Aalener Buas Willi Klumpp beleuchtet. Klumpp schrieb ab April 1939 vom RAD, von der Wehrmacht und von der Front zahlreiche Briefe nach Hause. Diese hat Dr. Wendt ausgewertet und bringt sie nun kostenlos und via Internet Ihnen direkt ins Ohr. Auf www.aalen.de/willi erfahren Sie, wie das funktioniert. Sollten Sie kein Internet haben, überspielt das Stadtarchiv Ihnen gern nach Voranmeldung die bislang erschienenen Folgen auf einen von Ihnen mitgebrachten USB-Stick.
    • Zeitungsserien: Seit Anfang April veröffentlicht das Stadtarchiv in der Schwäbischen Post zwei Artikelserien, die sich wöchentlich abwechseln. Die sechsteilige Serie „Willis Krieg“ bildet die Kriegserfahrungen Willi Klumpps ab Sommer 1941 ab. Die vierteilige Serie „Umbruch Ost“ beleuchtet die Erfahrungen von Neu-Aalenern und Alt-Aalenern in den Nachwendejahren.

Bleiben Sie gesund und dem Geschichtsverein weiterhin gewogen!

© Stadt Aalen, 27.04.2020