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Weltweit relevante Technologie aus Baden-Württemberg auf Schloss Fachsenfeld ausgezeichnet

Das Bild zeigt drei lachende Männer in dunklen Anzügen hinter einem Stehpult mit der Aufschrift "Stiftung Schloss Fachsenfeld"
(v.r.n.l.) Oberbürgermeister Frederick Brütting mit den Preisträgern Dr. Michael Kösters von Trumpf und Dr. Peter Kürz von Zeiss. (© Peter Schlipf)

Zahlreiche Superlative waren nötig, um das Verfahren zu erläutern, für das die beiden Preisträger stellvertretend für ihre Teams ausgezeichnet wurden. Die Lithographie-Maschine des Unternehmens ASML, für die ZEISS und TRUMPF die entscheidendsten Komponenten liefern, gilt als „die komplizierteste Maschine der Welt“: ZEISS entwickelt dafür den präzisesten Spiegel der Welt, TRUMPF den Hochleistungslaser zur Erzeugung des extrem ultravioletten Lichts (EUV).

Oberbürgermeister und Stiftungsvorsitzender Frederick Brütting begrüßte den voll besetzten Festsaal auf Schloss Fachsenfeld und betonte, dass diese Technologie nicht nur von großer geopolitischer Bedeutung sei, sondern auch zahlreiche neue Entdeckungen und Forschungen ermögliche. Damit seien die beiden Forscher „überaus würdige Preisträger“ des Reinhard von Koenig Preises, so Brütting. 

Im Anschluss folgte ein hochkarätig besetztes Podium mit spannenden Beiträgen: Prof. Dr. Harald Riegel, der Rektor der Hochschule Aalen, ging in seiner Laudatio auf die historische Entwicklung des Lithographie-Verfahrens ein. Dr. Christoph Hensche, Präsident von ZEISS SMT, und Dr. Volker Jacobsen, CEO von TRUMPF EUV, hoben in ihren Reden die langjährige Entwicklungszeit und die außergewöhnliche Teamleistung hervor, die hinter diesem technologischen Durchbruch stehen.

Dr. Kürz und Dr. Kösters gelang es in ihren Vorträgen, die Komplexität des Themas anschaulich darzustellen und das Publikum mit imposanten Zahlen zu beeindrucken. Denn für das High-NA-EUV-Lithographie Verfahren muss der Laser 60.000 Impulse pro Sekunde abgeben und der Spiegel so präzise hergestellt und ausgerichtet werden, dass damit ein Golfball auf dem Mond getroffen werden könnte. 
Musikalisch wurde der Abend von Aylin Köybasi und Flavia Martins auf zwei Violinen umrahmt. Nach dem Festakt klang die Preisverleihung bei einem Stehempfang in der Jugendstilbibliothek des Schlosses stimmungsvoll aus.

© Stadt Aalen, 21.10.2025