20 Jahre lokale Agenda 21 in Aalen

Ein Fest der Nachhaltigkeit

Mit einem Festakt im Rathausfoyer wurde der 20. Geburtstag der lokalen Agenda 21-Bewegung in Aalen gefeiert. Den Festvortrag hielt Umweltminister Franz Untersteller, der die Vorbildfunktion der Aalener Initiative hervorhob.

v.l.n.r. Rudolf Kaufmann, Leiter des Grünflächen- und Umweltamtes, Daniela Dorrer, Referentin für Nachhaltige Entwicklung an der Hochschule Aalen, Prof. Ulrich Holzbaur der Hochschule Aalen, Oberbürgermeister Thilo Rentschler und Umweltminister Franz Untersteller. (© Stadt Aalen)

„Sie können stolz sein,“ lobte er das breite Spektrum der Agenda-Bewegung in Aalen während der vergangenen 20 Jahre. Es gäbe landesweit kein weiteres Beispiel eine Kommune mit einem derartig breit aufgestellten Engagement, das nicht selbstverständlich sei. Oberbürgermeister Thilo Rentschler unterstrich in seiner Begrüßung das „gelebte, bürgerschaftliche Engagement in Reinkultur“ seit der Gründung der Bewegung vor 20 Jahren.

Rentschler hieß den Minister und die zahlreich erschienenen Aktiven aus den Agendagruppen herzlich willkommen. Auch zahlreiche Stadträtinnen und Stadträte sowie Alt-OB Ulrich Pfeifle waren gekommen.

Den Auftakt der Feier übernahm der Bürgerchor des Theaters der Stadt Aalen mit einem Auszug aus “Wir sind die nebelfreie Stadt“, der thematisch passend die Geschichte, das Klima und die Entwicklung Aalens seit der Römerzeit thematisiert. „Wir sind die agenda-gelebte Stadt,“ griff OB Rentschler das Motto auf.

Kontinuierlich, vielfältig engagiert und gut strukturiert sei die Aalener Agenda-Bewegung und damit sehr gut aufgestellt, sagte er weiter in seiner Ansprache und bedankte sich bei allen Aktiven, an der Spitze Agendasprecher Professor Ulrich Holzbaur,  für ihr Engagement „20 intensive Jahre! 20 Jahre für die Stadt mit den unterschiedlichsten Aufgabenstellungen.“  Er schätze die Arbeit der 16 Agendagruppen außerordentlich, wisse er doch wie wertvoll sie für Aalen und die Gesellschaft seien.

Mit dem integrierten Stadtentwicklungskonzept sei man gerade auch im Gemeinderat dabei „Zielkonflikte zu minimieren“ und den Ausgleich zwischen „Wohnlandentwicklung und Versorgungsinfrastruktur, Umwelt und Klimaschutz, naturnahem Stadtraum und Bevölkerungswachstum, umweltfreundlicher Mobilität und smarten Lösungen für die Stadt zu organisieren“.

Globale Initiative der Weltgemeinschaft

Die lokale Agendabewegung sei eine globale Initiative der Weltgemeinschaft und gehe weit über das „lokal patriotische“ hinaus, führte Rentschler aus.  Er zitierte aus den 17 starken Zielen, die das neue Agenda 2030 Programm definieren:

  • Armut beenden
  • Hochwertige Bildung und
  • Ungleichheit zwischen den Staaten verhindern.

Im Lichte dieser Verantwortung sei es gut sich in Afrika als Kommune für Mosambik und die Bekämpfung von Armut und für den Aufbau von Bildungseinrichtungen zu engagieren, bekräftigte der OB.

Aus der Schar der Agenda-Aktiven hob er auch seinen Amtsvorgänger Ulrich Pfeifle hervor, bei dem die „Pioniere der Agendabewegung“ seinerzeit offene Türen eingerannt hätten. Dazu gehöre auch Professor Ulrich Holzbaur, der seit dem ersten Treffen des Agendaforums im Juli 1998 dabei sei. Auch bei den hauptamtlich für die Agenda tätigen, bedankte sich der OB sehr herzlich, stellvertretend nannte er Rudolf Kaufmann, Leiter des Grünflächen- und Umweltamts und Johannes Kiefer, vom Agendabüro.

Holzbaur blickte in seinem Grußwort auf die Agendageschichte zurück und fasste den Geist der Bewegung mit dem Satz „Für die Stadt Aalen, unsere Heimat, eine nachhaltige Zukunft schaffen“ zusammen.

Franz Untersteller, Minister für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft in Baden-Württemberg, hob in seiner Festvortrag die zahlreichen Auszeichnungen und die vielen Projekte des Aalener Agenda-Prozesses der  vergangenen zwei Jahrzehnte hervor und nannte beispielhaft das Radfahrkonzept und das Faire Frühstück am Wochenende im Rathausfoyer. „Sie setzen konkret um, was damals in Rio von 178 Mitgliedsstaaten ins Leben gerufen wurde.“

© Stadt Aalen, 20.06.2018