Kombibad

Badespaß und Schwimmsport vorzüglich vereint

Der Gemeinderat hat am 25. März 2021 den Baubeschluss zum neuen Kombibad gefasst: 44,4 Millionen Euro werden bis 2024 im Hirschbach investiert.

Kombibad Hirschbach
Kombibad Hirschbach (© 4a Architekten)

Seit 2017 feilen Berater, Planer und Architekten am Erscheinungsbild und der Ausstattung des neuen Kombibads, das bis 2024 im Aalener Hirschbach auf dem Gelände des einstigen Hirschbach-Freibads entstehen wird. Das Büro 4a Architekten hat nach dem Grundsatzbeschluss zum Bau des Kombibads den Realisierungswettbewerb gewonnen. Im Juli 2020 wurde die Vorentwurfsplanung durch den Gemeinderat an das Büro vergeben, das die Konzeption weiter verfeinert hat.

Das rund 125 Meter lange und bis zu 40 Meter tiefe Gebäude, das sich entlang des Südhangs des Hirschbachtals schmiegt, teilweise darin verschwindet und das Tal naturbelassen freihält, soll verschiedene Becken für Schwimmer, sonstige Wassersportler, Familien und den Schulsport beherbergen. Im Außenbereich werden weitere Becken, darunter ein 50-Meter-Schwimmbecken, gebaut.

Ergebnisse des Realisierungswettbewerbs
Ergebnisse des Realisierungswettbewerbs (© Stadt Aalen)

Bereits bei der Vorstellung der Konzeption im Gemeinderat am 10. März 2021 wurden die Vorzüge der neuen Badkonzeption im Hirschbach deutlich. Einschließlich einer Saunalandschaft werden die Bedürfnisse aller Nutzergruppen befriedigt. „Der Gemeinderat hatte sich bewusst gegen ein reines Freizeit- und Erlebnisbad ausgesprochen.

Im Fokus der Nutzung sollen Familien, Schulklassen sowie Schwimmer und Vereine stehen. Dafür wurde ein hervorragender Kompromiss gefunden, der die bisherigen Möglichkeiten des Hallenbads sowie des Hirschbach-Freibads vervielfacht und auf den neuesten Stand der Technik bringt“, sagt OB Thilo Rentschler.

Ergebnisse des Realisierungswettbewerbs
Ergebnisse des Realisierungswettbewerbs (© Stadt Aalen)

Ein Bürgerbad im besten Sinne, zukunftssicher gestaltet, qualitativ und finanziell vernünftig konzipiert: So lauten die Attribute für das neue Kombibad in Aalen. „Dieses Kombibad wird für die kommenden Jahrzehnte Maßstäbe in der Region und darüber hinaus setzen“, betont OB Rentschler.

Die Wasserflächen sind im Vergleich zum Status Quo großzügig dimensioniert: 25-Meter-Sportbecken, Freizeitbecken, Sprungbecken mit Sprungturm und Sprunganlage, einem Kurs- und Lehrschwimmbecken mit rund 175 Quadratmetern Fläche und Hubboden, einem Kinderbecken mit zwei Wassertiefen, ein mit Sitzbänken abgegrenzter Kinderspielbereich werden vorhanden sein. Eine 60 Meter lange Röhrenrutsche komplettiert den Freizeitbereich im Innern. Hinzu kommen im Außenbereich ein Nichtschwimmerbecken, ein wettkampftaugliches 50-Meter-Becken und viele weitere attraktive Bereiche und Becken. 

„Die Funktionen Freizeitschwimmen, Lehrschwimmen, Sportschwimmen und Sprungtraining im Innenbereich werden konsequent getrennt, künftig gibt es für jede Funktion ein eigenes Becken. Alle Bereiche sind parallel von verschiedenen Gruppen nutzbar“, sagt Bäderexperte Stefan Studer vom Büro Kannewischer.

Alleine diese Trennung der verschiedenen Nutzungen in mehrere Becken schaffe eine um den Faktor 2,6 vergrößerte Fläche von 315 auf  827 Quadratmeter. Hinzu kommen der Freizeitbadbereich für Familien, Kinder und Jugendliche. „Im Sommer kommen weitere Flächen im 50-m-Schwimmerbecken außen hinzu, die besser und vor allem länger als bislang im Jahreslauf durch Schwimmer genutzt werden können“, so Studer weiter. 

Verdoppelte Wasserzeit für die Vereinssportnutzung

Durch großzügige Öffnungszeiten und den Parallelbetrieb der verschiedenen Nutzer steigt die Verfügbarkeit der sogenannten Bahnstunden für Vereine im Vergleich zum Status Quo erheblich: Sind hier bislang 80 Bahnstunden im Hallenbad zu knapp bemessen, stehen je nach Zuschnitt der Nutzungsfenster, dem teilweisen Einbeziehen der außenliegenden Flächen im Sommer im 50-Meter-Becken sowie dem Parallelbetrieb mit Vereinen und der Öffentlichkeit im 25-Meter-Innenbecken eine verdoppelte Wasserzeit für die Vereinssportnutzung zur Verfügung.

„Zwischen 140 und 180 Stunden in der Woche kann das neue Kombibad dann für den Vereinssport genutzt werden, ohne dass andere Nutzergruppen ausgeschlossen werden müssen. Für andere Nutzer erhöhen sich ebenfalls die Nutzungszeiten“, erläutert OB Thilo Rentschler. Zwischen Innen- und Außenbecken liegen kurze Wege. Das, so Stefan Studer, macht Baden wetterunabhängiger und steigert auch die Kapazitäten für den Vereinssport vor allem im Sommer extrem.

„Insgesamt liegen wir mit dem im Kombibad konzipierten Raumangebot im Innen- wie im Außenbereich in einem sehr großzügigen Rahmen, der den Nutzergruppen große Freiräume lässt“, erklärt OB Thilo Rentschler.

Auf diesem Bild ist eine Visualisierung des neuen Aalener Kombibades zu sehen.
Ein Einblick ins neue Kombibad: So stellen sich die Planer das Bad vor. (© 4a Architekten)

Stadtwerke

Nähere Infos zum Kombibad gibt es auch auf den Seiten der Stadtwerke

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