Kombibad

Jahrhundertbeschluss für kombiniertes Familienbad gefasst
Kombibad Hirschbach
Kombibad Hirschbach (© 4a Architekten)

In der Gemeinderatssitzung am 23. Juli wurde die Vorentwurfsplanung für das Kombibad im Hirschbach einmütig begrüßt und nur bei einer Gegenstimme beschlossen. Damit kann gemeinsam mit den Stadtwerken Aalen mit der Detailplanung fortgefahren werden und im Dezember 2020 der Baubeschluss für die 44,4 Mio. Euro schwere Investition gefasst werden. Das neue Kombibad soll 2024 an den Start gehen. 

„In einem vorbildlichen kommunalpolitischen Entscheidungsprozess wurde dieser Jahrhundertbeschluss gefasst. Im Bäderbeirat wurde in zwei Sitzungen die bisherige Planung optimiert und um eine grundsolide Saunalandschaft ergänzt. Mit dem Investitionsbeschluss sendet die Stadt ein starkes Konjunktursignal nach außen“, sagte OB Thilo Rentschler nach der Sitzung. 

Ergebnisse des Realisierungswettbewerbs
Ergebnisse des Realisierungswettbewerbs (© Stadt Aalen)

Zusätzlich wird der Baukostenzuschuss der Stadt an die Stadtwerke Aalen GmbH auf 11 Mio. Euro erhöht. Im Vergleich zu den bisherigen Planungen von 2017 mit einem Volumen von 35 Mio. Euro sind neben der Sauna ein abtrennbares Kursbecken sowie zwei Bahnen im 25-Meter-Innenbecken hinzugekommen (nun zehn Bahnen). Der nun festgezurrte Zeit- wie Kostenplan soll strikt eingehalten werden. Dafür sorgen neben den Stuttgarter Architekten des Büros 4a der Projektsteuerer Hitzler Ingenieure aus Ingolstadt.

Parallel zum Bau des Kombibads soll bereits im Herbst 2020 die Hirschbachrenaturierung auf 300 Metern Länge am Oberlauf begonnen sowie eine teilweise Neuverdolung im Bereich des künftigen Kombibads in Angriff genommen werden. Damit wird eine Verknüpfung zur umgebenden Natur hergestellt. Nach dem Baubeschluss für das Bad werden vorbereitende Maßnahmen eingeplant. Ab September 2021 soll das neue Bad dann gebaut werden und ab der Freibadsaison 2024 in Betrieb sein.

Ergebnisse des Realisierungswettbewerbs
Ergebnisse des Realisierungswettbewerbs (© Stadt Aalen)

Architekt Ernst Ulrich Tillmanns hat das Projekt in der Juli-Gemeinderatssitzung vorgestellt. Er erläuterte die Nutzerwege im Bad sowie im Freigelände mit den Außenbecken. OB Rentschler, Baubürgermeister Steidle und Sportbürgermeister Ehrmann nahmen gemeinsam mit Stadtwerke-Geschäftsführer Trautmann die Aspekte auf und lobten den Entwurf, der sich in den Hang des Hirschbachtals einfügt. Ein wettkampftaugliches 50-Meter-Becken mit acht Bahnen, Kursbecken, Lehrschwimmbecken sowie das 25-Meter-Innenbecken mit zehn Bahnen bilden das Rückgrat bezüglich der großzügigen Wasserflächen für den Vereins- und Schulsport. 

Hinzu kommen ein Sprungbecken, eine rund 70 Meter lange Wasserrutsche, ein Kinderbecken sowie je ein Freizeitbecken im Innen- und Außenbereich. In den Entwurf wurde ein ähnlich großes Saunaangebot, wie sie im bisherigen Hallenbad vorhanden ist, eingebunden. „Es wurde ein tragfähiger Kompromiss gefunden, der einen großen Mehrwert für alle Nutzer bietet. Optisch und gestalterisch entsteht ein herausragendes Bad mit einem breiten Nutzerkreis für die gesamte Region“, erklärte OB Thilo Rentschler.           

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